Der Axpo Holding AG hat für das Geschäftsjahr 2010/11 einen deutlichen Gewinnrückgang bekannt gegeben. Ausschlaggebend dafür seien unter anderen die Turbulenzen auf den Finanz- und Währungsmärkten und die Folgen des Reaktorunfalls in Fukushima-Daiichi. Zur Senkung der Kosten sollen bis zu 140 Stellen abgebaut werden.
Die Alpiq hat am 24. Januar 2012 den Anfang November 2011 angekündigten Stellenabbau konkretisiert. Das Unternehmen wird in der Schweiz 170 Arbeitsplätze abbauen und insgesamt 130 Kündigungen aussprechen. Zur Unterstützung der Betroffenen wurde ein Sozialplan ausgearbeitet.
Der Betrieb der Kernanlagen in der Schweiz war auch im vergangenen Jahr sicher, durfte das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) am 24. Januar 2012 im Rückblick feststellen. In keinem der fünf Reaktoren kam es zu einer ungeplanten Schnellabschaltung. Der Strahlenschutz der Bevölkerung war jederzeit gewährleistet.
Die niederländische Regierung hat dem Bau des Hochflussreaktors Pallas in Petten zugestimmt und Investitionen in das Oyster-Projekt am Higher Education Reactor der Technischen Universität Delft bestätigt.
Das niederländische Versorgungsunternehmen Delta NV sieht keine Möglichkeit, in den nächsten Jahren eine zweite Kernkraftwerkseinheit am bestehenden Standort Borssele in der Provinz Zeeland im Südwesten der Niederlande zu bauen.
Die Energieproduktion aus Kernenergie dürfte 2030 laut Prognose des britischen Energieunternehmens BP im neusten Energy Outlook ein Äquivalent von 1006 Mio. t Rohöleinheiten (RÖE) betragen. Dies entspricht einem Wachstum um 60% im Vergleich zu 2010.
Am 12. Januar 2012 ist in Bern das neue Isotopen-Haus der Inselspital-Tochter SWAN Isotopen AG eröffnet worden. Im sogenannten SWAN-Haus sollen schwachaktive Diagnosemittel zur Erkennung von Tumorgewebe hergestellt und Patienten behandelt werden.
Die britische Bevölkerung unterstützt die Kernenergie wieder so stark wie vor dem Unglück im japanischen Kernkraftwerk Fukushima. Die Zustimmung zum Bau von Ersatzkernkraftwerken in Grossbritannien hat mit 50% sogar einen neuen Höchststand erreicht. Der im Juni 2011 gemessene «Fukushima-Effekt» ist damit verschwunden. Das zeigt eine aktuelle Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Ipsos Mori am 17. Januar 2012 veröffentlicht hat.
Eine epidemiologische Studie des französischen Institut national de la santé et de la recherche médicale (Inserm) über Kinderleukämie im Umkreis der 19 französischen Kernkraftwerksstandorte ist am 5. Januar 2012 im International Journal of Cancer online publiziert worden. Die Studie weist eine statistisch marginale Erhöhung für Kinderleukämie im Umkreis von 5 km für die Jahre 2002 bis 2007 aus. Gleichzeitig weisen die Autoren darauf hin, dass die radiologischen Emissionen der Kernkraftwerke nicht für die Erhöhung verantwortlich gemacht werden können.
Die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) schlägt 20 Standortareale vor, auf denen die Oberflächenanlagen künftiger geologischer Tiefenlager platziert werden könnten. Die Regionalkonferenzen der Standortregionen werden diese Vorschläge in den nächsten Monaten bewerten und in Zusammenarbeit mit der Nagra die Ausgestaltung, Platzierung und Erschliessung der Oberflächeninfrastruktur konkretisieren.
Die kanadische Regierung investiert in den nächsten zehn Jahren CAD 1,28 Mrd. (CHF 1,14 Mrd.), um die Lagerung schwachaktiven Abfalls in Port Hope, Provinz Ontario, zu optimieren.
Das Princeton Plasma Physics Laboratory (PPPL) des amerikanischen Department of Energy (DOE) hat ein Millionenprojekt lanciert, um die Kernfusion weiterzuentwickeln.
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