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Guter Klima-Ausweis der Schweizer Kernkraftwerke

Energiebroschüre von Kernenergiegegnern mit irreführenden Zahlen zu den Treibhausgasemissionen

(Bern, 27. November 2009) Immer wieder wird von atomkritischen Kreisen behauptet, die Kernenergie sei alles andere als klimaschonend. Das ist wissenschaftlich unhaltbar und eine Irreführung der Öffentlichkeit. Der schweizerische Stromproduktionsmix aus fast 60 Prozent erneuerbarer Wasserkraft und 40 Prozent Kernenergie ist zukunftsweisend für die Klimapolitik.

Das Paul Scherrer Institut (PSI) − eine Institution des ETH-Bereichs − berechnet seit vielen Jahren die Umweltbelastungen der verschiedenen Stromerzeugungstechniken unter den realen Bedingungen in der Schweiz und Europa. Dabei berücksichtigen die Wissenschafter die gesamte Energiekette – bei der Kernenergie also alle Produktionsschritte, vom Bau der Kernkraftwerke über den Abbau des Uranerzes und die Herstellung des Kernbrennstoffs bis zum Rückbau der Anlagen und der Entsorgung der radioaktiven Abfälle in geologischen Tiefenlagern. Die Daten des PSI sind wissenschaftlich überprüft.

Energiebroschüre nennt weit überhöhte Zahlen

In einer kürzlich an die Schweizer Haushalte verteilten Energiebroschüre der Schweizerischen Energie-Stiftung (SES) wird behauptet, dass die Schweizer Kernkraftwerke mit ihrer Jahresproduktion von 26,2 Milliarden Kilowattstunden Strom «bis zu 2'620'000 Tonnen» CO2 produzierten. Diese Zahl ist falsch und irreführend. Sie entspräche bis zu 100 Gramm CO2-Äquivalenten pro Kilowattstunde. Der tatsächliche Durchschnittswert für die Schweizer Kernkraftwerke liegt mehr als zehnmal tiefer: bei 8 Gramm pro Kilowattstunde.

Bei Betrachtung der gesamten Produktionskette zeigt sich, dass in der Schweiz die Wasserkraft beim Treibhausgasausstoss am besten abschneidet, dicht gefolgt von der Kernenergie und den Windkraftwerken, während die Fotovoltaik wegen des hohen Energiebedarfs bei der Herstellung der Solarpanel etwas abfällt.

Generell gilt, dass die erneuerbaren Energien und die Kernenergie klimafreundlichen Strom liefern, während die Verbrennung von fossilen Energienträgern einen vielfach höheren Treibhausgas-Ausstoss zur Folge hat. Das Ausspielen der Kernenergie gegen die erneuerbaren Energien ist unzulässig − beide können einen erheblichen Beitrag an den Klimaschutz leisten.

Weltklimarat: erneuerbare Energien und Kernenergie als Schlüsseltechnologien

Dank der Kombination von Wasserkraft und Kernenergie hat der Schweizer Stromproduktionsmix bereits heute einen sehr guten Klima-Ausweis. Die mit diesen beiden Arten der Stromproduktion verbundenen Treibhausgas-Emissionen entsprechen nur gerade 0,7 Prozent des gesamten Treibhausgas-Ausstosses der Schweiz. Gleichzeitig decken Wasserkraft und Kernenergie heute bereits über 20 Prozent des Endenergiebedarfs unseres Landes. Das zeigt, dass solcherart umweltschonend erzeugte Elektrizität die Schlüsselenergie der Zukunft ist.

Wegen ihrer sehr guten Treibhausgasbilanz bezeichnet der Weltklimarat der Uno (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) die Kernenergie − zusammen mit den erneuerbaren Energien − ausdrücklich als eine der Schlüsseltechnologien zur Linderung des Klimaproblems.

Weiterführende Informationen sowie erklärende Angaben zur Schwankungsbreite der Treibhausgasemissionen aus dem nuklearen Kernbrennstoffkreislauf finden Sie im

Faktenblatt des PSI «CO2-Emissionen aus dem nuklearen Kreislauf» (März 2007)
Faktenblatt des Nuklearforums Schweiz «Ökobilanz der Kernenergie» (November 2009)

Medienmitteilung (PDF)


Kontakt:
Michael Schorer, Nuklearforum Schweiz
Tel. 031 560 36 50
E-Mail:
michael.schorer@nuklearforum.ch
www.nuklearforum.ch

 

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