Neues Faktenblatt «Ökobilanz der Kernenergie»
Atomstrom so sauber wie Wind und Sonne
(Bern, 12. Januar 2009) Strom aus Wasserkraft, Wind oder Sonne wird oft als «Ökostrom» bezeichnet, die Kernenergie dabei ausgeklammert – zu Unrecht, wie verschiedene wissenschaftliche Studien belegen. Das neu erschienene Faktenblatt «Ökobilanz der Kernenergie» des Nuklearforums Schweiz zeigt auf, warum die Kernenergie heute zusammen mit der Wasserkraft die umweltfreundlichste und energieeffizienteste Art der Stromproduktion überhaupt ist.
Zusammen mit der Wasserkraft erzeugt die Kernenergie in der Schweiz die geringsten Mengen an Treibhausgasen pro Kilowattstunde. Das ergeben Analysen des Paul Scherrer Instituts, die den gesamten Lebenszyklus berücksichtigten. Dieser umfasst alle Produktions-schritte – vom Bau der Kernkraftwerke über den Abbau des Uranerzes und die Herstellung des Kernbrennstoffs bis zum Rückbau der Anlagen und der Entsorgung der radioaktiven Abfälle.
Aus den Untersuchungen geht ebenfalls hervor, dass Wasserkraft und Kernenergie beim Bedarf an Rohstoffen, vor allem metallischen wie Kupfer oder Aluminium, am besten abschneiden.
Geringe Mengen an radioaktivem Abfall
In der Ökobilanz der Kernenergie enthalten ist auch die Entsorgung der radioaktiven Abfälle. Im Vergleich zu chemischen Sonderabfällen oder zum Haushaltskehricht handelt es sich um sehr kleine Mengen, die technisch sicher und dauerhaft in der Schweiz entsorgt werden können. Dies hat der Bundesrat mit der Genehmigung des Entsorgungsnachweises bestätigt.
Dass die Schweiz bereits heute eine sehr gute CO2-Bilanz bei der Stromproduktion vorweisen kann, ist der Wasserkraft und der Kernenergie zu verdanken. Zusammen mit den erneuerbaren Energien als wertvolle Ergänzung kann die Schweiz auch in Zukunft eine Stromproduktion sicherstellen, die sich positiv auf ihre gesamte CO2-Bilanz auswirkt.
Medienmitteilung (PDF)
Faktenblatt «Ökobilanz der Kernenergie» (PDF)
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