| 24.05.2011 |
Ringen um den Stresstest in der EU
Die Mehrzahl der EU-Länder will auch nach den Ereignissen in der japanischen Kernkraftwerksanlage Fukushima-Daiichi an der Kernenergie festhalten und ihre Neubaupläne weiterverfolgen. Anlässlich des sechsten European Nuclear Energy Forum (Enef) am 19.–20. Mai 2011 in Prag betonten hochrangige Vertreter zahlreicher EU-Mitgliedsländer, dass jedes Land seinen Stromproduktionsmix selbst wählen dürfe. Ohne Kernenergie wären die Versorgungssicherheit und die Klimapolitik Europas gefährdet, lautete der breite Tenor am Enef.
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| 24.05.2011 |
Grossbritannien: keine Einschränkung für das britische Kernenergieprogramm
Die britische Nuklearaufsichtsbehörde Office for Nuclear Regulation (ONR) hat am 18. Mai 2011 einem Zwischenbericht zu den Erkenntnissen aus den Ereignissen in Fukushima-Daiichi und der Bedeutung für Bau und Betrieb der Kernkraftwerke in Grossbritannien vorgestellt. Der Bericht enthält 25 Empfehlungen für mögliche Verbesserungen der nuklearen Sicherheit in Grossbritannien. Eine Einschränkung des Kernkraftwerksbetriebs sei nicht notwendig, folgert das ONR.
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| 20.05.2011 |
Deutsche Kernkraftwerke gegen Flut und Stromausfall gut gerüstet
Die deutsche Reaktorsicherheitskommission (RSK) hat ihren Bericht zur Bewertung der Kernkraftwerke am 17. Mai 2011 dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit vorgelegt. Demnach zeigt ein erster Vergleich mit Japan, dass die deutschen Anlagen bei der Stromversorgung sicherer sind. Auch gegen Überflutungen sind sie laut Bericht robuster aufgestellt.
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| 18.05.2011 |
Keine unmittelbaren Nachbesserungen in Finnland
Die Kernkraftwerke in Finnland erfordern keine sofortigen sicherheitstechnischen Nachbesserungen. Dies hat die finnische Strahlenschutz- und Kernenergiesicherheitsbehörde (Stuk) am 15. Mai 2011 mitgeteilt.
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| 18.05.2011 |
Amerikanische Kernkraftwerke auch bei Extremereignissen sicher
Sicherheitsüberprüfungen durch die amerikanische Nuclear Regulatory Commission (NRC) haben ergeben, dass die Kernkraftwerke des Landes auch mit dem Verlust der Stromversorgung oder umfangreichen Standortschäden nach Extremereignissen umgehen können – auch wenn an einigen Anlagen Nachbesserungen vorgenommen werden müssen.
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| 12.05.2011 |
Britischer Comare: kein Zusammenhang zwischen Kinderleukämie und Kernkraftwerken
Kinder, die in der Nähe britischer Kernkraftwerke wohnen, erkranken nicht häufiger an Leukämie. Dies belegt eine neue Studie des Comare (Committee on Medical Aspects of Radiation in the Environment) – eines unabhängigen beratenden Ausschusses der britischen Regierung – über die medizinischen Aspekte von Strahlung und Umwelt.
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| 11.05.2011 |
Die Ereignisse in Fukushima-Daiichi
Das Seebeben vom 11. März 2011 vor der japanischen Nordostküste und der anschliessende Tsunami standen am Anfang eines schwerwiegenden Unfalls im Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi: Notkühlsysteme fielen aus, es gab mehrere Wasserstoffexplosionen und bedeutende Mengen radioaktiver Stoffe gelangten in die Umwelt. Drei Reaktorblöcke und ein Brennelement-Abklingbecken müssen bis auf Weiteres extern gekühlt werden.
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| 10.05.2011 |
Bundesrat lässt Notfallschutz bei Extremereignissen untersuchen
Der Bundesrat hat am 4. Mai 2011 beschlossen, eine interdepartementale Arbeitsgruppe zur Überprüfung der Notfallschutzmassnahmen bei Extremereignissen in der Schweiz (IDA Nomex) einzusetzen. In der Arbeitsgruppe sollen auch die Kantone mitarbeiten und die Aufgabe ist, im Lichte der Erfahrungen von Japan zu untersuchen, ob und welche neuen gesetzlichen und organisatorischen Notfallschutzmassnahmen ergriffen werden müssen.
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| 06.05.2011 |
Ensi: neue Vorgaben für noch mehr Sicherheit
Die neuen Erkenntnisse aus Japan stellen die Sicherheit der Kernkraftwerke in der Schweiz nicht grundsätzlich in Frage. Dies hat das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) an einer Medienkonferenz am 5. Mai 2011 in Brugg bestätigt. Gleichzeitig hat die Aufsichtsbehörde neue Vorgaben verfügt. Demnach müssen die Betreiber nachweisen, dass ihre Anlagen für den Fall von extremen Naturereignissen beziehungsweise der Kombination von extremen Ereignissen gewappnet sind, und wo nötig müssen sie nachrüsten.
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| 04.05.2011 |
Zonenpläne für die Notfallplanung aktualisiert
Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) hat am 20. April 2011 die Zonenpläne für die Notfallplanung in der Umgebung der Kernanlagen veröffentlicht. Das bisherige Zonenkonzept wurde beibehalten.
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| 03.05.2011 |
Deutschland: neue Energieversorgungsstruktur gefordert
Die Ethikkommission «Sichere Energieversorgung», welche die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel berufen hat, strebt einen möglichst raschen Atomausstieg an. Allerdings müsse er sozialverträglich und klimafreundlich sein, erklärte der Vorsitzende der Ethikkommission, Klaus Töpfer, nach einer dreitägigen Klausurtagung.
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| 02.05.2011 |
Schweizer Kernmaterialbestände im Ausland 2010
Seit Inkrafttreten des Kernenergiegesetzes und der Safeguardsverordnung müssen alle Kernmaterialbestände im Ausland, die sich in Schweizer Eigentum befinden, jährlich den Aufsichtsbehörden gemeldet werden. Nachdem diese Bestände erstmals für das Jahr 2005 erfasst wurden, veröffentlichte das Bundesamt für Energie (BFE) am 18. April 2011 die Bestandszahlen für das Jahr 2010.
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| 27.04.2011 |
Tätigkeitsbericht 2010 der Kommission für nukleare Sicherheit
Die eidgenössische Kommission für nukleare Sicherheit (KNS) setzte sich im Jahr 2010 mit den Vorschlägen für Standortgebiete für geologische Tiefenlager und den gegenwärtig sistierten Rahmenbewilligungsgesuchen für neue Kernkraftwerke auseinander.
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| 26.04.2011 |
Neue Gelder für Tschernobyl
An einem Gipfeltreffen zum 25. Jahrestag des Unfalls in Tschernobyl hat die internationale Gemeinschaft EUR 550 Mio. (CHF 712 Mio.) gesprochen, um den Kernkraftwerksstandort in einen stabilen und sicheren Zustand zu überführen.
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| 13.04.2011 |
EU-Parlament: keine Einigung zu Kernenergiesicherheit
Am 6. April 2011 hat das EU-Parlament über Stresstests bei Kernkraftwerken und Kriterien diskutiert, die notwendig sind, um die höchsten Sicherheitsstandards zu gewährleisten. Eine gemeinsame Entschliessung zur Kernenergiesicherheit lehnte eine Mehrheit ab, da bei verschiedenen Punkten die Positionen der Fraktionen unvereinbar blieben.
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