nuclea'10: Rahmenbedingungen für die Renaissance der Kernenergie
Donnerstag, 11. November 2010, Kultur- und Kongresszentrum Trafo, Baden
Medienmitteilung
Kernenergie für die Energiewende
Industrie und Gewerbe engagieren sich für die Sicherung der Stromzukunft
(Baden, 11. November 2010) Hohe Wertschöpfung, nachhaltige Sicherung von Arbeitsplätzen, bezahlbare Strompreise, Versorgungssicherheit, Schutz von Umwelt und Klima: Für die Schweizer Industrie und das Gewerbe steht ausser Frage, dass der Schweizer Kernkraftwerkspark erneuert werden muss. An der Industrietagung nuclea'10 des Nuklearforums Schweiz am Donnerstag in Baden stellten sie sich klar hinter die Strompolitik des Bundesrats.
Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Kernenergie: Dies ist der Königsweg zur Sicherung der Stromzukunft der Schweiz. «Die Energiewende – die Abkehr von Erdöl und Erdgas – ist nur unter Einschluss der Kernenergie möglich», betonte Corina Eichenberger, Aargauer Nationalrätin und Präsidentin des Nuklearforums Schweiz. Diese grundlegende Erkenntnis hat der Bundesrat bereits 2007 in seine Energiestrategie aufgenommen, wo er ausdrücklich festhält, dass der Ersatz oder der Neubau von Kernkraftwerken notwendig ist. In der Folge hat die Stromwirtschaft bei den Bundesbehörden drei Projekte für die Erneuerung des Schweizer Kernkraftwerkparks eingereicht.
Vorteil im internationalen Standortwettbewerb
«Eine günstige und zuverlässige Stromversorgung ist im internationalen Wettbewerb ein wichtiger Standortfaktor und muss jederzeit und zwingend gewährleistet sein», mahnte Andreas Koopmann, Präsident des Energietechnikunternehmens Alstom (Schweiz) AG und Mitglied des Vorstandausschusses von Swissmem, des Verbands der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie. Er forderte, dass auch in Zukunft in der Schweiz mindestens soviel Strom produziert wird, wie das Land verbraucht. Und das heisst: «Die bestehenden Kernkraftwerke sind zu ersetzen, um der breiten Anwendung erneuerbarer Energien ein Chance zu geben.»
Vorteile für das heimische Gewerbe
Hans-Ulrich Bigler, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands, kommt zu gleichen Schlüssen. Auch der Gewerbeverband setzt sich für den Verbund von Energieeffizienz, erneuerbaren Energien und Kernenergie ein. «Das Fazit ist einfach», sagte Bigler mit Blick auf die Kernenergie. «Erstens haben Kernkraftwerke ein hohes Wertschöpfungspotenzial für das Gewerbe in der Schweiz. Zweitens schaffen sie wichtige Arbeitsplätze. Drittens tragen sie wesentlich zu einer sicheren Stromversorgung bei und ermöglichen viertens möglichst tiefe Strompreise.»
Nachhaltige Wertschöpfung in der Schweiz
Bigler unterstrich, dass der Bau und Betrieb von Kernkraftwerken zu einer nachhaltigen Wertschöpfung in Milliardenhöhe in der Schweiz führt, da sie durch Investitionen in eine wettbewerbsfähige Technik ausgelöst werden. Koopmann schätzt die inländische Wertschöpfung durch den Bau eines grossen Kernkraftwerks auf 500 Millionen Franken pro Jahr während der Bauzeit und auf über 500 Millionen pro Jahr während der Betriebszeit.
Optimaler Strommix für Umwelt, Klima und Unabhängigkeit
Abgesehen von den volkswirtschaftlichen Vorteilen erfüllt der Strommix unter Einschluss der Kernenergie auch weitere gesamtgesellschaftliche Anforderungen. «Mit dem sanften Ausbau der Wasserkraft, dem Einsatz der Kernkraftwerke an den heutigen Standorten und der Nutzung der heimischen neuen erneuerbaren Energieressourcen kann eine CO2-arme und sichere Stromversorgung auch in Zukunft gesichert werden», sagte Manfred Thumann, CEO der Axpo AG. Die erneuerbaren Energien seien wichtig, nicht weil sie klimatechnisch oder gar kostenmässig besser wären, sondern weil sie ein Stück Autarkie in der Energieversorgung bedeuten. Dabei gelte es, den für die Schweiz optimalen Strommix nicht aus den Augen zu verlieren: «Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen heisst, sich heute für die Technologie zu entscheiden, die für eine CO2-arme Zukunft erprobt zur Verfügung steht: die Kernenergie», erklärte Thumann.
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Weitere Informationen, Referate und Fotos finden Sie nach der nuclea'10 unter www.nuclea.ch.
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