Kernenergie für die Energierevolution
Technologie-Zukunftsszenarien der OECD in Bern vorgestellt
(Bern, 23. September 2010) Bis ins Jahr 2050 könnte fast ein Viertel des weltweit ansteigenden Strombedarfs mit Kernenergie gedeckt werden. Dafür müsste die Kapazität der Kernkraftwerke mehr als verdreifacht werden. Zusammen mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien und der Steigerung der Energieeffizienz könnten so die CO2-Emissionen erheblich reduziert werden. Dies ist die Kernaussage einer Technologiestudie der Internationalen Energie-Agentur (IEA) und der Kernenergieagentur (NEA) der OECD, die NEA-Analyst und Mitautor Martin Taylor am Forums-Treff des Nuklearforums Schweiz am Donnerstag in Bern vorgestellt hat.
Der weltweite, durch die Stromproduktion verursachte CO2-Ausstoss wird sich ohne griffige Massnahmen bis ins Jahr 2050 mehr als verdoppeln. Um diesen Pfad zu verlassen, braucht es eine eigentliche Revolution der kohlenstoffarmen Energiequellen. Gemäss einem von Taylor in Bern erläuterten Szenario der «Technology Roadmap Nuclear Energy» könnten die CO2-Emissionen bis 2050 im Vergleich zu 2005 halbiert werden. Der Kernenergie kommt in diesem Szenario eine wichtige Rolle zu: Industriell ist es machbar, den weltweiten Kernkraftwerkpark bis 2050 um mehr als das Dreifache auszubauen – von heute rund 370 Gigawatt auf 1200 Gigawatt. Die Kernenergie würde dann 24% des dannzumal benötigten Stroms liefern.
Gegenwärtig beträgt der Kernenergieanteil an der weltweiten Stromerzeugung rund 14%. Das bedeutet, dass heute über 40 Prozent des CO2-arm erzeugten Stroms aus Kernkraftwerken stammen, fast ebensoviel wie aus Wasserkraftwerken.
Medienmitteilung (PDF)
Hinweis an die Redaktionen:
Die «Technology Roadmap Nuclear Energy» finden Sie über folgenden link:
http://www.iea.org/papers/2010/nuclear_roadmap.pdf
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Matthias Rey
Media Relations Nuklearforum Schweiz
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