Geologische Tiefenlager: Standortwahl auf Kurs
(Bern, 26. Februar 2010) Das Verfahren zur Festlegung der Standorte für geologische Tiefenlager für radioaktive Abfälle ist auf Kurs. Dies bestätigt das heute vorgestellte Sicherheitsgutachten der Kontrollbehörde des Bundes zu den vorgeschlagenen Standortgebieten. Das Nuklearforum Schweiz begrüsst diesen weiteren wichtigen Schritt zur sicheren Entsorgung der Abfälle, die bei der Nutzung der Kernenergie im schweizerischen Alltag entstehen.
Das Sicherheitsgutachten des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (Ensi) bestätigt, dass die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) bei der Auswahl der möglichen Standortgebiete gut gearbeitet hat. Bereits vor vier Jahren hat der Bundesrat anerkannt, dass in der Schweiz sichere geologische Tiefenlager für alle Arten von Nuklearabfällen gebaut werden können.
Aktuelle Beispiele aus Finnland, Schweden und Spanien zeigen, dass sorgfältig geplante nukleare Entsorgungsanlagen von der betroffenen Bevölkerung nicht nur akzeptiert, sondern wegen ihrer positiven wirtschaftlichen Auswirkungen sogar begrüsst werden.
Mit dem Gutachten ist der Weg für die weitere Umsetzung des mehrstufigen, transparenten Sachplanverfahrens offen, an dessen Ende die Wahl der definitiven Standorte für die Tiefenlager stehen wird. Das Nuklearforum Schweiz erwartet, dass das Sachplanverfahren weiterhin zügig umgesetzt wird.
Die Schweizer Bevölkerung profitiert seit über vierzig Jahren von der umweltschonenden Kernenergie. Die heutige Generation steht damit in der Pflicht, die Voraussetzungen für die sichere Entsorgung der radioaktiven Abfälle zu schaffen. Dies gilt für die Abfälle aus den Kernkraftwerken wie auch für die Abfälle, die bei der alltäglichen Nutzung der Nukleartechnik in Medizin, Industrie und Forschung entstehen.
Die Kernenergienutzung in der Schweiz hinterlässt keine ungedeckten Checks. Kein anderer Wirtschaftszweig hat bisher seine Abfälle derart sorgfältig und vorausschauend bewirtschaftet.
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