Faktenblätter
Fakten und Hintergründe zu aktuellen Kernenergie-Themen
| Robuster Strommix aus Kern- und Wasserkraft
Zuverlässig, umweltschonend und wirtschaftlich: Das sind die Anforderungen an die schweizerische Stromversorgung. Um sie zu erfüllen, ist der richtige Mix aus unterschiedlichen Kraftwerkstypen nötig. Die Kombination von erneuerbarer Wasserkraft und Kernenergie bildet seit Jahrzehnten das Rückgrat unserer Stromproduktion – bedarfsgerecht und klimafreundlich. Dieser Produktionsmix ist zukunftsweisend, denn Strom aus Wind und Sonne kann die Kernenergie nicht ersetzen.
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| Kernkraftwerke der dritten Generation
In den vergangenen Jahrzehnten ist die Entwicklung fortgeschrittener Reaktortypen weltweit vorangetrieben worden. Im Zentrum steht die weitere Verbesserung von Sicherheit, Ressourcenschonung und Wirtschaftlichkeit. Diese Kernkraftwerke der sogenannten dritten Generation sind heute marktreif und bilden die Grundlage für die Neubauten der kommenden Jahre und Jahrzehnte.
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| Ökobilanz der Kernenergie: umweltschonend und effizient
In der öffentlichen Diskussion wird oft der Begriff «Ökostrom» verwendet. Verstanden wird darunter in der Regel Strom aus erneuerbaren und CO2-armen Quellen wie Wasserkraft, Wind oder Sonne. Ausgeklammert wird dabei die Kernenergie. Zu Unrecht, wie umfassende wissenschaftliche Untersuchungen zeigen. Ein genauer Blick auf die Energie- und Umweltbilanzen von modernen Stromerzeugungssystemen zeigt, dass die Kernenergie heute zu einer der effizientesten und umweltschonendsten Energiequellen überhaupt geworden ist – übertroffen nur noch von der Wasserkraft.
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| Finanzierung der nuklearen Entsorgung
Die Kosten für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle aus dem Betrieb der Schweizer Kernkraftwerke sowie für deren späteren Rückbau bis zur grünen Wiese sind im Strompreis ab Werk inbegriffen. Die dafür nötigen Mittel von insgesamt 15,5 Milliarden Franken werden von den Betreibern laufend bezahlt oder in Fonds sichergestellt. Durch die konsequente Anwendung des Verursacherprinzips sollen künftigen Generationen keine ungedeckten Kosten entstehen.
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| Uran – Ressource mit Zukunft
Uran ist der Rohstoff für den Betrieb der Kernkraftwerke. Die heute bekannten uranhaltigen Erzlagerstätten sind über die ganze Erde verteilt, und die Ozeane enthalten riesige Mengen dieses Elements. Je nach Preis und eingesetzter Reaktortechnik reichen die Uranreserven noch sehr lange, auch bei einem Ausbau der Kernenergie. Das bedeutet eine hohe Versorgungssicherheit auch in der absehbaren Zukunft. Zudem hat der Uranpreis eine geringe Auswirkung auf den Strompreis, so dass die Stromproduktionskosten der Kernkraftwerke langfristig abschätzbar sind. Das gibt Sicherheit für die Stromkonsumentinnen und Stromkonsumenten in den Haushalten und der Wirtschaft.
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| Kernenergiehaftung
Die Haftung im Bereich der Kernenergie ist in der Schweiz auf Bundesebene und in einem eigenen Gesetz, dem Kernenergiehaftpflichtgesetz, geregelt. Es handelt sich dabei um eine der weltweit fortschrittlichsten Gesetzgebungen, die der Bevölkerung im Ereignisfall grosszügige Entschädigungen gewährt. Dieses Gesetz ist kürzlich überarbeitet worden. Die Revision diente unter anderem dazu, die Schweizer Gesetzgebung mit den vor einigen Jahren überarbeiteten internationalen Haftungsübereinkommen zu harmonisieren.
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| Erdbebensicherheit von Kernkraftwerken
Die Gewährleistung der Sicherheit ist das überragende Thema beim Bau und Betrieb aller Nuklearanlagen. Dies gilt auch für mögliche Naturgefahren wie Erdbeben. Bis heute sind nach Erdbeben weltweit noch nie relevante Mengen radioaktiver Stoffe aus einer Kernanlage freigesetzt worden – eine Folge der vorausschauenden Planung. Auch in der Schweiz wurde beim Bau der Kernkraftwerke dieser Bedrohung von Anfang an Rechnung getragen, und der Schutz wird laufend im Lichte neuer Erkenntnisse überprüft und weiter verbessert.
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| Kernfusion – eine Energieoption für die Zukunft
Die Kernfusion ist die Energiequelle der Sonne und der Sterne. Gelingt es, die Fusionsenergie auch auf der Erde in kommerziellen Kraftwerken zu nutzen, steht der Menschheit eine praktisch unerschöpfliche und umweltfreundliche Energiequelle zur Verfügung. Um die damit verbundenen grossen technischen Herausforderungen zu bewältigen, haben Europa, China, Indien, Japan, Russland, Südkorea und die USA beschlossen, gemeinsam in Südfrankreich den Internationalen Thermonuklearen Experimentalreaktor (Iter) zu bauen. Mit dieser Grossanlage soll die wissenschaftliche und technische Machbarkeit eines Fusionskraftwerks gezeigt werden. Parallel dazu wird in Greifswald an der deutschen Ostseeküste ein alternatives technisches Konzept geprüft.
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| EPR: Erfahrung und Innovation
Nach einem Unterbruch von zehn Jahren wird in Westeuropa wieder ein neues Kernkraftwerk gebaut: Am 17. Februar 2005 hat die finnische Regierung die Baubewilligung für das 1600-Megawatt-Kernkraftwerk Olkiluoto-3 erteilt. In Olkiluoto wird der weltweit erste europäische Druckwasserreaktor vom Typ EPR errichtet. Er gehört zur sogenannten dritten Generation von Kernkraftwerken, die vom technischen Fortschritt der vergangenen Jahrzehnte profitiert und Erfahrung mit Innovation verbindet. Zudem zeichnet er sich durch die nachhaltigere Nutzung der Uranressourcen aus. Vor dem Hintergrund der Klimaproblematik bieten Kernkraftwerke der dritten Generation eine umweltschonende und wirtschaftliche Lösung zur Deckung des Strombedarfs der kommenden Jahrzehnte.
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