11.10.2016

Chinesische Investitionsabkommen für Bradwell-B und Sizewell-C in Grossbritannien

Anlässlich der Unterzeichnung der Verträge für den Bau der zwei EPR-Einheiten am Standort Hinkley Point C haben die Regierung Grossbritanniens, die Electricité de France SA (EDF) und die China General Nuclear Power Group (CGN) auch Vereinbarungen zum geplanten Hualong-One-Projekt in Bradwell sowie zum EPR-Projekt in Sizewell getroffen.

Laut CGN können vorbereitende Arbeiten für das geplante Neubauprojekt am Standort Bradwell B lanciert werden, die es dem Unternehmen ermöglichen, «unverzüglich» ein Gesuch zum Generic Design Assessment (GDA) für den chinesischen Reaktortyp Hualong One einzureichen. Ein entsprechendes Abkommen zwischen der Regierung Grossbritanniens, der EDF und der CGN sei am 29. September 2016 unterzeichnet worden. Zudem sei ein weiteres Investitionsabkommen für das Neubauprojekt am Standort Sizewell geschlossen worden.

Mit einem erfolgreichen GDA wird bestätigt, dass ein nukleares Dampferzeugungssystem grundsätzlich alle regulatorischen Anforderungen Grossbritanniens bezüglich Sicherheit, Sicherung und Umweltauswirkungen erfüllt. Diese Vorlizenzierung ist standortunabhängig und eine Voraussetzung für spezifische Baugesuche. Die CGN hofft, die Genehmigung für ihren Reaktortyp innert fünf Jahren zu erhalten.

In China sind drei Hualong-One-Einheiten – eine Synthese aus dem ACP-1000 der China National Nuclear Corporation (CNNC) und dem ACPR-1000 der CGN – bereits in Bau: Fangchenggang-3 sowie Fuqing-5 und -6.

Bradwell-B-Projekt

Die EDF und die CGN planen, am Standort Bradwell in Essex den Bau von zwei Hualong-One-Einheiten. Als Referenzeinheit dient Fangchenggang-3. Die CGN will sich am Bradwell-B-Projekt mit 66,5% und die EDF mit 33,5% beteiligen.

Sizewell-C-Projekt

Die beiden Unternehmen beabsichtigen zudem, am Standort Sizewell in Sussex zwei EPR-Einheiten zu bauen. Die EDF wird in der Entwicklungsphase des Sizewell-C-Projekts einen Anteil von 80% übernehmen und die CGN von 20%.

Quelle: 
M.A. nach CGN, Medienmittteilung, 29. September 2016