06.10.2016

EIA: Asien treibende Kraft beim Kernkraftwerksneubau

Die amerikanische Energy Information Administration (EIA) bestätigt in ihrem International Energy Outlook 2016, was Beobachtern bereits bekannt ist: Den globalen Kernkraftwerksneubau treiben zum grossen Teil asiatische Länder voran, mit China an der Spitze.

Ende 2015 waren rund 440 Kernkraftwerkseinheiten in betriebsfähigem Zustand. Diese produzierten im vergangenen Jahr gemäss EIA zusammen rund 2,6 Mio. GWh elektrische Energie. Über 60 weitere Einheiten standen in Bau, womit im Laufe der nächsten zehn Jahre die installierte Kernkraftwerksleistung um 59 GW steigen wird. Heute liegt sie bei 383 GW. Gemäss EIA haben acht Länder der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) Pläne zum Bau von weiteren 90 Blöcken übermittelt, womit die installierte Leistung um nochmals 76 GW zunehmen wird.

Rückblickend waren von 1990 bis 2010 in Asien vor allem Indien, Japan und Südkorea treibende Kräfte in Kernkraftwerksneubau. Vor etwas mehr als zehn Jahren haben die Neubauaktivitäten in China Fahrt aufgenommen. Das Land hat von 2006 bis heute Kernkraftwerke mit einer elektrischen Gesamtleistung von 26 GW ans Netz genommen.

Quelle: 
M.B. nach EIA, Medienmitteilung, 28. September 2016