03.07.2017

Energieminister Perry: «Kernenergie soll wieder cool werden»

Der amerikanische Präsident Donald Trump und sein Energieminister Rick Perry sind der Ansicht, dass ein sauberer Energiemix nur mit Einschluss der Kernenergie wirklich umfassend ist und dass die USA bei der Entwicklung neuer Nukleartechnologien die Federführung übernehmen müssen. 

Anlässlich einer Pressekonferenz im Weissen Haus am 27. Juni 2017 zur «Energy Week» in den USA sprach Perry unter anderem zur Bedeutung der Kernenergie.

«Anstatt über saubere Energie nur zu predigen, wird diese Regierung handeln», erklärte Perry. «Ich bin der Auffassung, dass ein sauberer Energiemix ohne Kernenergie nicht wirklich komplett ist, und auch der Präsident ist dieser Meinung», sagte er. Er betonte, dass die emissionsfreie Kernenergie in den Energiemix einbezogen werden müsse, wenn die Umwelt und das Klima positiv beeinflusst werden sollen. Die Regierung sei der Auffassung, dass die Entwicklung der Kernenergie Impulse liefern und eine wichtige Rolle bei der Entwicklung eines sauberen Energiemix weltweit spielen könne. «Ich bin der Meinung, dass wir dies erreichen können, indem wir uns auf die Technologie-Entwicklung konzentrieren, zum Beispiel auf fortgeschrittene Kernreaktoren oder kleine, modulare Reaktoren», sagte Perry. Die USA benötigten einen Plan, um bei der Weiterentwicklung der Kernenergie – einem potenziellen «Game-changer», wie Perry meinte, die Führerschaft von Russland und China zurückzugewinnen. Die Kernenergie soll wieder «cool» werden. So wie in den 1960-er Jahren, als viele Jugendliche im Nuklearsektor arbeiten wollten, erklärte er.

Zum geplanten geologischen Tiefenlager in Yucca Mountains in Nevada meinte Perry, es sei zur Wiederaufnahme dieses Projekts noch kein Entscheid getroffen worden.

Quelle: 
M.A. nach The White House, Medienmitteilung, 27. Juni 2017