24.12.2015

Engere Zusammenarbeit der nordischen Strahlenschutz- und Nuklearsicherheitsbehörden

Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden wollen in der Vorbereitung und im Vorgehen bei nuklearen und radiologischen Zwischenfällen enger zusammenarbeiten. Dazu haben die nordischen Strahlenschutz- und Nuklearsicherheitsbehörden das gemeinsame Handbuch Norman aktualisiert und publiziert. 

Die nordischen Strahlenschutz- und Nuklearsicherheitsbehörden haben ein revidiertes gemeinsames Handbuch herausgegeben. Es regelt die Zusammenarbeit zwischen den Behörden Dänemarks, Finnlands, Islands, Norwegens und Schwedens bei der Notfallvorsorge und der Reaktion auf nukleare und radiologische Notfälle und Ereignisse. Die Vorsteher von sechs Organisationen ersetzen mit dem überarbeiteten Nordic Manual (Norman) ein Dokument von 2006. 

Das Norman beschreibt die Kommunikationswege und den Informationsaustausch zwischen den betroffenen Staaten, damit diese den Verpflichtungen der bilateralen Abkommen nachkommen können, die die nordischen Länder unterzeichnet haben. Diese Abkommen gelten auch für die Reaktion auf Ereignisse oder Gefahren durch den Missbrauch radioaktiven Materials oder kriminelle Handlungen gegen nukleare Einrichtungen. Zudem regelt das Handbuch die Kooperation bei kleineren Vorkommnissen wie Gerüchten oder Vorfällen von öffentlichem oder medialem Interesse sowie bei Ereignissen, die den Austausch technischer Informationen zwischen nuklearen und radiologischen Sicherheitsbehörden nach sich ziehen. Unterzeichnet haben das Dokument für Dänemark die Danish Emergency Management Agency (DEMA) und das National Institute of Radiation Protection (SIS), für Finnland die Radiation and Nuclear Safety Authority (Stuk), für Island die Icelandic Radiation Safety Authority (GR), für Norwegen die Norwegian Radiation Protection Authority (NRPA) und für Schweden die Swedish Radiation Safety Authority (SSM).

Quelle: 
S.Ry. nach SSM, Medienmitteilung, 17.Dezember 2015