06.03.2015

Ensi legt letzten Aktionsplan zu Fukushima vor

Vier Jahre nach dem Reaktorunfall in Fukushima-Daiichi hat das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) fast alle gewonnenen Erkenntnisse analysiert und die notwendigen Massnahmen umgesetzt. Mit dem vierten und letzten Aktionsplan werden die Arbeiten abgeschlossen. Im Aktionsplan 2015 kommen neu die Themen Sicherheitskultur und Auswirkungen von nicht-nuklearen Gefahrstoffen hinzu.

Das Ensi begann bereits kurz nach dem Reaktorunfall in Fukushima-Daiichi, die Ereignisse zu analysieren. Im Oktober 2011 legte es einen Bericht mit 37 Prüfpunkten vor. Ergänzt wurde der Katalog 2012 mit acht offenen Punkten aus der Ensi-Bewertung im Rahmen des EU-Stresstests sowie mit zwei Punkten aus dem Peer-Review-Bericht des EU-Stresstests für die Schweiz. Der Aktionsplan Fukushima 2015 zeigt auf, dass das Ensi fast alle gewonnenen Erkenntnisse analysiert und die notwendigen Massnahmen umgesetzt hat.

Aufgrund der sicherheitstechnischen Bedeutung sowie der Synergien mit laufenden Projekten wurden in Bezug auf die Post-Fukushima-Tätigkeiten des Ensi für das Jahr 2015 die folgenden Schwerpunkte gesetzt:

  • Umsetzung der Lehren zur Sicherheits- und Aufsichtskultur
  • Containmentintegrität während der Jahresrevisionen der Kernkraftwerke
  • Extreme Wetterbedingungen
  • Erhöhung der Sicherheitsmargen
  • Auswirkungen von nicht-nuklearen Gefahrstoffen
  • Management schwerer Unfälle
  • Schadstoffausbreitung in Fliessgewässern
  • EU-Stresstest Follow-Up

Nach Abschluss des Aktionsplans Fukushima 2015 werden die Kernkraftwerke in der Schweiz alle wichtigen Lehren aus dem Reaktorunfall in Japan umgesetzt haben. «Sollten jedoch neue Erkenntnisse gewonnen werden, wird das Ensi auch diese umsetzen», betonte Ensi-Direktor Hans Wanner.

Quelle: 
M.A. nach Ensi, Medienmitteilung, 3. März 2015