20.08.2015

Ensi: Nachbesserung der Analysen für Extremwetter-Gefährdung

Nach Überprüfung der Gefährdungsanalysen für extreme Wettersituationen fordert das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) die Kernkraftwerksbetreiber zu Nachbesserungen auf.

Ende Februar 2014 reichten die Schweizer Kernkraftwerksbetreiber dem Ensi die geforderten Extremwetteranalysen ein, zu denen extreme Winde, Tornado, Starkregen auf dem Anlagenareal, extreme Schneehöhen und qualitativ zu untersuchende Gefährdungen wie beispielsweise Hagel zählen. Die entsprechenden sicherheitstechnischen Nachweise legten die Werke fristgerecht Ende Juni 2014 dem Ensi vor.

Das Ensi überprüfte die Analysen und nahm im Juni 2015 dazu Stellung, wie die Behörde nun mitteilt. Sie kam zum Schluss, dass die Analysen teilweise ergänzt oder verbessert werden müssen. Das Ensi stellte beispielweise fest, dass fast durchgehend Angaben zum Mittelwert der Gefährdungen fehlten. Zudem erschienen einige Werte nicht plausibel, so die Behörde. Insbesondere für extreme Winde und extreme Lufttemperaturen sei eine regionale Betrachtung auf Basis von Daten mehrerer repräsentativer Standorte notwendig. Die Werke wurden deshalb aufgefordert, die eingereichten Gefährdungsanalysen mithilfe ausgewiesener Experten zu überarbeiten.

Damit das Ensi die sicherheitstechnischen Nachweise zur Beherrschung dieser Extremwetter-Situationen dennoch prüfen kann, hat sie teilweise verschärfte Gefährdungswerte provisorisch festgelegt.

Gestützt auf den festgelegten Gefährdungsannahmen ist das Ensi derzeit daran, die sicherheitstechnischen Nachweise gegen extreme Wetterbedingungen zu prüfen.
Quelle: 
M.B. nach Ensi, Medienmitteilung, 19. August 2015