13.11.2013

Ensi: zusätzliches Kommunikationsmittel für den Notfallschutz

Seit dem 1. November 2013 verfügt das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) mit dem Kommunikationssystem Polycom über ein zusätzliches Mittel, um mit der Nationalen Alarmzentrale (NAZ), den Kantonen und den Kernanlagen zu kommunizieren. 

Das Kommunikationssystem Polycom ist laut Ensi seit Jahren in Betrieb. Es deckt die Kommunikationsbedürfnisse von Grenzwachtkorps, Zivilschutz, Teilen der Armee, Polizei, Sanität, Feuerwehr und weiteren Sicherheits- und Rettungsorganisationen ab. Mit den beiden Verbindungstests vom 17. September und vom 15. Oktober 2013 stellte das Ensi fest, dass die Bedingungen zur Einführung von Polycom nun auch bei ihr erfüllt sind.

Die Überprüfungsmission des Integrated Regulatory Review Service (IRRS) der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) empfahl dem Ensi 2012, eine Verbesserung von Redundanz und Diversität bei Kommunikationsmitteln vorzunehmen. Auch die Interdepartementale Arbeitsgruppe zur Überprüfung der Notfallschutzmassnahmen bei Extremereignissen in der Schweiz (Ida Nomex) hatte in ihrem Bericht diese Massnahme zur Verbesserung des Notfallschutzes in der Schweiz verlangt.

Das Ensi hatte bereits im Juli 2011 mit ersten Abklärungen zu diversitären Kommunikationsmöglichkeiten begonnen.

Polycom

Polycom ist ein digitales Bündelfunknetz und eignet sich für Sprech- und auch für Datenfunk. Die Funkkommunikation erfolgt grundsätzlich verschlüsselt. Anstatt eines im Vornherein fest zugeteilten Funkkanals für jeden Benutzer sucht das System bei jeder neuen Verbindungsaufnahme eine freie Frequenz. Damit werden die Funkkapazitäten optimal ausgeschöpft. Hinzu kommt, dass mit der digitalen Technik die Qualität und die Sicherheit der Funksysteme erheblich erhöht sind. Zu bestehenden, konventionellen Funknetzen ist eine Verbindung möglich – wenn auch eingeschränkt. Ist das Funknetz nicht verfügbar, ist mit den Endgeräten ein «Walkie-Talkie-Betrieb» einstellbar.
 

Quelle: 
M.A. nach Ensi, Medienmitteilung, 6. November 2013