15.03.2016

Europäische Kommission billigt EDF-CGN-Partnerschaft

Die Electricité de France (EDF) und die China General Nuclear Power Group (CGN) dürfen eine Partnerschaft zum Bau und Betrieb von drei Kernkraftwerken in Grossbritannien eingehen. Zu diesem Schluss ist die Europäische Kommission nach einer Untersuchung gekommen. 

Die Europäische Kommission genehmigte die Partnerschaft zwischen der EDF und der CGN nach den Richtlinien der EU-Fusionskontrollverordnung. Die beiden Unternehmen planen, an den Standorten Hinkley Point und Sizewell je zwei EPR-Einheiten zu bauen und zu betreiben. Zudem sehen sie für den Standort Bradwell zwei Blöcke des chinesischen Typs Hualong One vor. Die Partnerschaft soll in Form von drei Joint Ventures umgesetzt werden, die je für Entwicklung, Bau und Betrieb der drei Kernkraftwerke verantwortlich sind.

Laut Kommission werde die Partnerschaft den Wettbewerb im britischen Stromgrosshandel nicht behindern, dies insbesondere, weil die EDF nur einen mässigen und die CGN einen sehr beschränkten Anteil an einem Markt besitze, wo weitere Konkurrenten tätig seien. Die Transaktion betreffe zudem nur den britischen Markt. Die Kommission stellte fest, die CGN und andere chinesische Staatsunternehmen seien kaum in diesen Märkten im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) aktiv und hielten weltweit nur moderate Marktanteile.

Quelle: 
M.A. nach Europäischer Kommission, Medienmitteilung, 11. März, und EDF, Medienmitteilung, 10. März 2016