05.06.2013

Europäische Kommission und Cern unterstützen Forschungsanlage in Jordanien

Die Europäische Kommission und das Europäische Kernforschungszentrum Cern in Genf haben vereinbart, den Bau der Synchrotron-Lichtquelle Sesame (Synchrotron-light for Experimental Science and Application in the Middle East) weiter zu unterstützen.

Die Europäische Kommission wird einen Beitrag von EUR 5 Mio. (CHF 6,2 Mio.) leisten, der es dem Cern in Zusammenarbeit mit der Sesame ermöglichen wird, Magnete für einen neuen Speicherring – das Herzstück der Anlage – zu liefern. Damit stehe der Weg für einen Betriebsbeginn der Sesame 2015 offen. Die Europäische Kommission hat für das Projekt, das 2003 eingeleitet wurde, über das Europäische Nachbarschafts- und Partnerschaftsinstrument bereits mehr als EUR 3 Mio. (CHF 3,7 Mio.) bereitgestellt und unterstützt die Netzwerk-, Rechner- und Datenverarbeitungssysteme der Sesame.

Die Sesame wird es den Forschenden aus der Region ermöglichen, fortgeschrittene Werkstoffe, biologische Prozesse und kulturgeschichtliche Artefakte zu untersuchen, so die Europäische Kommission. Die Sesame sei ein einzigartiges Gemeinschaftsprojekt mit Standort in Jordanien, bei dem Wissenschafter aus Ägypten, Bahrain, Iran, Israel, Jordanien, Pakistan, der Türkei und Zypern sowie palästinensische Forschende zusammenarbeiten. Beim Projekt würden nicht nur Wissenschaftsziele verfolgt. Es soll durch die wissenschaftliche Zusammenarbeit auch der Frieden in der Region fördern.

Der Direktor der Sesame, Prof. Khaled Toukan, zeigte sich erfreut über die Unterstützung: «Der Bau von Sesame macht gute Fortschritte, und wir arbeiten jetzt auf einen möglichst baldigen Beginn des wissenschaftlichen Programms hin. Durch die höchst willkommene Hilfe des Cern und die grosszügige Unterstützung der EU stehen die Aussichten dafür sehr gut.»

Quelle: 
M.A. nach Europäischer Kommission, Medienmitteilung, 28. Mai 2013