03.05.2005

Forschungsneutronenquelle FRM-II im Routinebetrieb

Am 22. April 2005 hat die Forschungsneutronenquelle FRM-II der Technischen Universität München (TUM) in Garching die Zustimmung der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde für den Routinebetrieb erhalten.

Somit ist die TUM jetzt alleinige und verantwortliche Betreiberin der Garchinger Hochfluss-Neutronenquelle. Am 25. April wurde als Beginn des Routinebetriebs das zweite Brennelement eingesetzt. Für die notwendigen Prüfungen und Messkontrollen des Neutronenflusses an den neu errichteten Neutronenleitern arbeitete die Neutronenquelle zunächst mit niedriger Leistung. Die volle Leistungsfähigkeit von 20 MW erreichte sie am 3. Mai 2005. Unter Berücksichtigung der vorgeschriebenen Wartungsintervalle sind für das Jahr 2005 insgesamt drei Brennelement-Zyklen eingeplant. Ein Zyklus entspricht einem Dauerbetrieb von 52 Tagen.
Aufgrund ihres hohen Neutronenflusses und der modernen Instrumentierung bietet die Forschungs-Neutronenquelle ein breites Nutzungsspektrum. Internationale Wissenschaftler-Teams betreiben Grundlagenforschung in den Disziplinen Physik, Chemie, Biologie und Materialwissenschaft, um beispielsweise neue Hochleistungswerkstoffe zu entwickeln oder die Grundlage zur Entwicklung neuer Medikamente zu schaffen. Ein international besetztes Auswahlgremium gewährleistet, dass nur die innovativsten Projekte Messzeiten an der Neutronenquelle erhalten. Das neu errichtete Industrielle Anwenderzentrum steht darüber hinaus High Tech-Unternehmen in den Bereichen Medizin, Radiopharmazie und Halbleiterdotierung offen. Die ersten Neutronen erzeugte die FRM-II am 2. März 2004.

Blick in das Reaktorbecken des FRM-II: Der Greifer setzt das Brennelement in den Zentralkanal des Moderatortanks ein.
Quelle: Technische Universität München
Quelle: 
M.E. nach ZWE-FRM-II (TUM), Medienmitteilung 4. Mai 2005