Fortschritte bei Tschernobyl-Sicherheitshülle

Die östliche und westliche Teilkonstruktion der neuen Sicherheitshülle für den zerstörten Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine sind zusammengeschoben worden.

31. Juli 2015
Die beiden Bogenkonstruktionen der neuen Sicherheitshülle für Tschernobyl-4 sind jetzt vereint.
Die beiden Bogenkonstruktionen der neuen Sicherheitshülle für Tschernobyl-4 sind jetzt vereint.
Quelle: ChNPP

Laut dem staatlichen ukrainischen Unternehmen Chernobyl Nuclear Power Plant (ChNPP) wurden die beiden Teilkonstruktionen der neuen Sicherheitshülle am 24. Juli 2015 erfolgreich zusammengeschoben. Die Schutzhülle soll im November 2017 fertiggestellt sein. Das Konsortium Novarka – eine Arbeitsgemeinschaft aus den französischen Unternehmen Vinci Construction Grands Projets und Bouygues Travaux Publics – ist für Auslegung und Bau verantwortlich.

Den Bau finanziert der Chernobyl Shelter Fund (CSF), den die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) im Namen der Geberländer verwaltet. Nach Abschluss der internationalen Geberkonferenz vom April 2015 hat sich die Finanzierungslücke des CSF von EUR 615 Mio. (CHF 645 Mio.) auf EUR 75 Mio. (CHF 79 Mio.) verringert.

Die neue Sicherheitshülle soll die Kernkraftwerkseinheit Tschernobyl-4 und den alten Betonsarkophag überspannen. Sie wird letztendlich rund 110 m hoch und 150 m lang sein. Der bogenartige Rahmen der Sicherheitshülle ist eine freitragende Gitterkonstruktion aus Stahl.

Quelle

M.A. nach ChNPP, Medienmitteilung, 24. Juli 2015

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