04.12.2014

Fortum plant Investition in Hanhikivi-1

Finnlands grösster Stromversorger, die Fortum Corporation, ist gewillt, eine bedeutende Investition in die geplante Kernkraftwerkseinheit Hanhikivi-1 zu tätigen. Dies würde den inländischen Anteil am Neubauprojekt auf über 60% erhöhen, was eine Voraussetzung ist, damit es überhaupt bewilligt wird.

Die Fortum sei bereit, eine Minderheitsbeteiligung von bis zu 15% an der geplanten Kernkraftwerkseinheit Hanhikivi-1 der Fennovoima Oy zu übernehmen, sofern sie ihre Beteiligung an der Territorial Generating Company (TGC-1) umschichten dürfe. Die TGC-1 ist ein Energieversorgungsunternehmen in Russland, das Wasserkraftwerke und thermische Kraftwerke in Nordwestrussland sowie Fernwärmenetze in St. Peterburg besitzt und betreibt. Derzeit sind 51,8% der TGC-1-Anteile im Besitz der Gazprom Energoholding und 29,5% im Besitz der Fortum.

Engagement für CO2-freie Stromerzeugung

Die Fortum hat nun ein Protokoll mit der Gazprom Energoholding unterzeichnet, um eine Restrukturierung der Besitzverhältnisse an der TGC-1 einzuleiten. Im Rahmen der geplanten Massnahmen schafft die Fortum ein Joint Venture mit dem russischen Staatskonzern Rosatom, um die Wasserkraftkapazitäten zu übernehmen, während die Gazprom Energoholding weiterhin das Fernwärmegeschäft und die thermischen Kraftwerke der TGC-1 betreut. Durch die Nutzung ihrer gegenwärtigen Anteile an der TGC-1 würde die Fortum 75% der Anteile am neuen Wasserkraftunternehmen erhalten. Damit würde das Unternehmen den Anteil der Wasserkraft in seinem Portfolio auf 34 TWh steigern, was 60% entspricht. Dies unterstreiche das starke Engagement der Fortum für die CO2-freien Stromerzeugung, so das Unternehmen. Die Fortum besitzt die beiden Kernkraftwerkseinheiten Loviisa-1 und -2. Das Gesuch zum Bau einer dritten Einheit an diesem Standort lehnte das Parlament 2010 ab.
 

Wirtschaftsminister: bedeutende Ankündigung

Wirtschaftsminister Jan Vapaavuori erklärte, Fortums Ankündigung sei eine wichtige Nachricht für das Neubauprojekt der Fennovoima. Die geplante 15%-Beteiligung am Projekt Hanhikivi-1 würde die Bedingung der Regierung, mindestens 60% der Einheit müssten in inländischem Besitz sein, deutlich erfüllen. Der Anteil der Fennovoima würde sogar dem ursprünglichen Ziel von 66% entsprechen. Im September 2014, hatte Finnlands Regierung das Gesuch der Fennovoima um eine Neubeurteilung des Grundsatzentscheids zum Bau der Kernkraftwerkseinheit Hanhikivi-1 genehmigt. Der Entscheid des Parlaments wird für den 5. Dezember erwartet.

Quelle: 
M.A. nach Fortum, Medienmitteilung, 2. Dezember 2014