30.01.2017

Fukushima-Daiichi: 2016 keine Richtwertüberschreitung bei Fischen

Die Konzentration radioaktiven Cäsiums in den Fischen und Schalentieren, die in vergangenen Jahr rund um Fukushima-Daiichi gefangen wurden, lag erstmals ausnahmslos unter dem nationalen Richtwert. 

Seit April 2011 werden Fische und Schalentiere in der Küstenregion des havarierten Kernkraftwerks Fukushima-Daiichi in einem Umkreis von 20 km untersucht. 2016 – also fünf Jahre nach dem Reaktorunfall – lag die Konzentration radioaktiven Cäsiums nun erstmals bei allen untersuchten Exemplaren unter dem nationalen Richtwert von 100 Bq/kg. Für die Tests wurden im vergangenen Jahr insgesamt 8502 Exemplare untersucht. Bei 95% (8080 Exemplaren) lag die Konzentration radioaktiven Cäsiums unter der Nachweisgrenze.

2011 wurde der Richtwert noch bei knapp 40% der Messungen überschritten. Dieser Anteil sank in den folgenden Jahren kontinuierlich ab. Die letzte Messung, bei welcher der Richtwert überschritten wurden, geht auf März 2015 zurück.

Quelle: 
M.B. nach Jaif, Atoms in Japan, 16. Januar 2017