27.01.2017

Genkai-3 und -4 entsprechen neuen japanischen Sicherheitsrichtlinien

Die Druckwasserreaktoreinheiten Genkai-3 und -4 der Kyushu Electric Power Co. erfüllen die neuen verschärften Sicherheitsanforderungen Japans. Zu diesem Schluss kommt die japanische Nuclear Regulatory Authority (NRA). 

Die NRA hatte am 9. November 2016 einen vorläufigen Bericht erstellt, der die Kompatibilität der japanischen Kernkraftwerkseinheiten Genkai-3 und -4 mit den verschärften japanischen Sicherheitsrichtlinien bestätigte. Der Bericht wurde danach gesetzeskonform der Atomic Energy Commission (JAEC) und dem Ministry of Economy, Trade and Industry (Meti) zur Stellungnahme übergeben. Anschliessend folgte eine einmonatige öffentliche Vernehmlassung.

Nach Prüfung aller Unterlagen kam die NRA jetzt in ihrem abschliessenden Bericht zur Sicherheitsbeurteilung der Basisauslegung von Genkai-3 und -4 zum Schluss, dass beide Einheiten den neuen Sicherheitsrichtlinien entsprechen. Gleichzeitig hiess die NRA die Bauplanung für Nachrüstungen sowie die revidierten Betriebssicherheitsprozesse für beide Einheiten gut.

Der Standort Genkai in der Präfektur Saga an der Nordküste der Insel Kyushu umfasst vier Einheiten. Genkai-1 wurde Ende April 2015 endgültig vom Netz genommen. Die Kyushu Electric hat für Genkai-2 bisher noch keinen Antrag zur Betriebsfreigabe bei der NRA eingereicht.

In Japan erfüllen derzeit zehn Blöcke die neuen Sicherheitsrichtlinien. Neben Genkai-3 und -4 sind dies Sendai-1 und -2 sowie Ikata-3 (in Betrieb), Takahama-3 und-4 (Betrieb wegen Einsprachen unterbrochen) sowie Takahama-1 und -2 sowie Mihama-3.

Quelle: 
M.A. nach Kyushu Electric, Medienmitteilung, 18. Januar, und Jaif, Atoms in Japan, 20. Januar 2017