21.10.2011

IAEO-Experten von Arbeiten rund um Fukushima beeindruckt

Die japanischen Behörden, die mit der Dekontamination der strahlenbelasteten Umgebung des Kernkraftwerks Fukushima-Daiichi betraut sind, sollen nicht «überkonservativ» sein. Dies empfehlen Experten der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), die sich vom 7. bis 14. Oktober 2011 ein Bild der Arbeiten vor Ort gemacht haben.

Die IAEO-Experten veröffentlichten zum Abschluss ihrer Reise am 14. Oktober 2011 einen Zwischenbericht mit den vorläufigen Erkenntnissen und Empfehlungen über die Dekontaminationsarbeiten in der Region um Fukushima-Daiichi. Sie anerkennen die Bemühungen der japanischen Behörden zur Entwicklung eines effizienten Dekontaminationsprogrammes, bei dem der Schwerpunkt auf Kindern und auf Gebieten liegt, in denen sich Kinder häufig aufhalten. Die beeindruckenden Überwachungs- und Kartierungsmassnahmen stellten eine solide Basis für ein erfolgreiches Dekontaminierungsprogramm dar, sind sich die Experten sicher.

Im Zwischenbericht halten die Experten jedoch fest, dass die Dekontamination bis unter gewisse Dosiswerte – den sogenannten optimierten Level – von Waldregionen und Regionen, in denen die Exposition relativ gering ist, nicht automatisch zu einer Reduktion der Exposition der Bevölkerung führe. Zudem bestehe das Risiko, unnötig grosse Mengen an Abfallmaterial zu produzieren. So schlagen die Experten den japanischen Behörden vor, ihren Schwerpunkt auf die Dekontamination derjenigen Gebiete und Orte zu legen, die für die Bevölkerung eine tatsächliche Dosisreduktion bringen. Weiter sollten mehr Strahlenschutzexperten und die japanische Aufsichtsbehörde stärker in die Tätigkeiten eingebunden werden.

Das Team aus internationalen und IAEO-Experten ist beeindruckt von den Dekontaminations-Bemühungen der japanischen Behörden rund um das havarierte Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi.
Quelle: Giovanni Verlini / IAEO
Quelle: 
D.S. nach IAEO, Medienmitteilung und Summary Report, 14. Oktober 2011