09.01.2014

IDA Nomex: Überprüfung der Referenzszenarien abgeschlossen

Die Arbeitsgruppe zur Überprüfung der Referenzszenarien für den Notfallschutz hat ihren Bericht abgeschlossen. Er befindet sich derzeit in einer breiten Vernehmlassung. 

Referenzszenarien werden für die Planung von Notfallschutzmassnahmen in der Umgebung der Kernkraftwerke verwendet. «Wir haben in der Arbeitsgruppe auch Extremszenarien angeschaut und im Bericht berücksichtigt», erklärte Georges Piller, Leiter des Fachbereichs Strahlenschutz beim Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi). «Neu sind auch Szenarien berücksichtigt, welche die radiologische Freisetzung von Fukushima überschreiten.»
 
Der Bericht befindet sich bis Anfang Februar 2014 in der Vernehmlassung bei Bund und Kantonen. Anschliessend werden der Bericht und die Ergebnisse der Vernehmlassung dem Bundesstab ABCN vorgelegt.
 
Der Bundesrat hatte im Rahmen des Berichts der interdepartementalen Arbeitsgruppe zur Überprüfung der Notfallschutzmassnahmen bei Extremereignissen in der Schweiz (IDA Nomex) dem Ensi den Auftrag erteilt, die Referenzszenarien anhand des aktuellen Wissensstandes über die Sicherheitstechnik und die Standortbedingungen der schweizerischen Kernkraftwerke zu überprüfen. 2012 berief das Ensi für die Überprüfung eine breit zusammengesetzte Arbeitsgruppe ein.

Überprüfung des Zonenkonzepts

Der Bundesrat beauftragte das Ensi im Rahmen von IDA Nomex ebenfalls, das Zonenkonzept in der Umgebung der Kernkraftwerke im Hinblick auf eine Änderung der Notfallschutzverordnung (NFSV) zu überprüfen. Die Arbeiten dazu wurden im Anschluss an den Bericht über die Referenzszenarien aufgenommen. Das Ensi arbeitet mit der Arbeitsgruppe zusammen, die bereits zur Überprüfung der Referenzszenarien einberufen worden war, da sich eine breite Abstützung und Diskussion als zielführend und konsensorientiert erwiesen hat. Der Bericht befindet sich laut Ensi derzeit in Erarbeitung.

Quelle: 
M.A. nach Ensi, Medienmitteilung, 20. Dezember 2013