02.06.2017

IPPAS-Mission in der Schweiz 2018

Mitte 2018 soll in der Schweiz eine Mission des International Physical Protection Advisory Service (IPPAS) der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) stattfinden. Sie hat zum Ziel, die nukleare Sicherung der Schweiz zu stärken.

Die IAEO stimmte dem Antrag des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (Ensi) und des Bundesamts für Energie (BFE) zu, Mitte 2018 eine IPPAS-Mission in der Schweiz durchzuführen. Bundesrat Johann Schneider-Ammann hatte im März 2016 im Rahmen des Nuclear Security Summit angekündigt, dass die Schweiz die Durchführung einer solchen Mission plant.

Unabhängige externe Beurteilung

«Mit der IPPAS-Mission holen wir eine unabhängige externe Sicht durch internationale Fachexperten zum System Sicherung der Schweiz ab und wollen prüfen, wo weitere Verbesserungsmöglichkeiten bestehen», erklärte Rosa Sardella, Leiterin des Fachbereichs Strahlenschutz und damit auch zuständig für den Aspekt Sicherung beim Ensi.

Die IPPAS-Mission

Während es bei IRRS-Missionen (Integrated Regulatory Review Service) um die nukleare Sicherheit geht, beschäftigen sich IPPAS-Missionen mit der nuklearen Sicherung. Dabei geben ausländische IAEO-Experten eine Aussensicht auf die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen. Zu solchen Überprüfungen durch die IAEO ist das Ensi gesetzlich verpflichtet.

Seit der weltweit ersten IPPAS-Mission im Jahr 1996 hat die IAEO mehr als 70 Missionen in über 40 Ländern durchgeführt. 2005 fand letztmals eine IPPAS-Mission in der Schweiz statt.

Quelle: 
M.A. nach Ensi, Medienmitteilung, 30. Mai 2017