24.07.2017

IRRS-Mission in Nigeria abgeschlossen

Experten der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) haben in Nigeria erstmals die regulatorischen Vorgaben für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit des Landes überprüft. Sie fordern mehr Unabhängigkeit für die nigerianische Regulierungsbehörde NNRA.

Die Überprüfung des nigerianischen Regelwerks im Bereich Strahlenschutz und nukleare Sicherheit fand im Rahmen einer Integrated Regulatory Review Service (IRRS)-Mission der IEAO statt. Die Experten lobten die gute Zusammenarbeit mit den nigerianischen Behörden. Sie empfahl der Regierung dafür zu sorgen, dass die Unabhängigkeit der NNRA von den politischen Behörden gewährleistet ist. Zudem soll ein Gesetzesrahmen geschaffen werden, der mit den IAEO-Sicherheitsrichtlinien in Einklang steht. Die NNRA wurde angehalten, eine Analyse aller Anforderungen durchzuführen, die zur Sicherstellung ihrer Aufgaben erforderlich sind. Auch soll sie eine Personal- und Ausbildungsstrategie entwickeln und umsetzen.

Der endgültige Bericht der IRRS-Mission wird Nigeria in etwa drei Monaten übermittelt.

Nigeria betreibt einen Forschungsreaktor und nutzt Strahlenquellen für Medizin, Industrie und Forschung. Das Land plant seit längerem die Einführung der Kernenergie in den Strommix, um die zunehmende Nachfrage nach Strom decken zu können. Es unterzeichnete 2012 ein Kooperationsabkommen mit Russland, das zum Bau des ersten Kernkraftwerks in Nigeria führen soll.

Quelle: 
M.A. nach IAEO, Medienmitteilung, 12. Juli 2017