17.05.2012

Japan: Lokalbehörde stimmt Ohi-Wiederinbetriebnahme zu

Am 14. Mai 2012 haben die Verantwortlichen der japanischen Stadt Ohi der Wiederinbetriebnahme der zwei jüngsten Blöcke des rund 7 km entfernten, gleichnamigen Kernkraftwerks zugestimmt. Mit diesem Entscheid werden Ohi-3 und -4 voraussichtlich als erste wieder Strom ans Netz abgeben können, nachdem am 5. Mai mit Tomari-3 der damals letzte noch in Betrieb stehende Reaktorblock Japans vom Netz gegangen war.

Ohi-3 wurde am 18. März 2011 für periodische Inspektionen und Sicherheitsüberprüfungen vom Netz genommen. Ohi-4 folgte 18 Wochen später. Mit der Abschaltung von Ohi-2 im Dezember 2011 wurde die letzte Einheit an diesem Standort für geplante Arbeiten abgeschaltet. Ohi-1 war zum Zeitpunkt des schweren Erdbebens am 11. März 2011 wegen periodischen Revisionsarbeiten nicht in Betrieb. Ein Zeitpunkt, wann die beiden Druckwasserreaktorblöcke Ohi-3 und -4 mit einer elektrischen Leistung von je 1127 MW wieder ans Netz gehen könnten, wird nicht genannt. Die Regierung in Tokyo hatte ihr grünes Licht am 13. April gegeben. Ausstehend sind noch die Entscheide auf Präfekturebene.

In der Präfektur Fukui stehen 13 Kernkraftwerkseinheiten an vier Standorten mit zusammen rund 10'700 MW elektrischer Leistung. Der Kansai Electric Power Company gehören die Kernkraftwerkseinheiten von Mihama (3 x PWR), Ohi (4 x PWR) und Takahama (4 x PWR). Tsuruga-1 (BWR) und Tsuruga-2 (PWR) befinden sich in den Händen der Japan Atomic Power Company (JAPC).

Quelle: 
M.B. nach Jaif, Earthquake Report Nr. 420, 14. Mai 2012