14.01.2013

Japan: Mehrheit der lokalen Bürgermeister für Wiederinbetriebnahme

Laut einer Umfrage würde über die Hälfte der Bürgermeister von Gemeinden in der Nähe von Kernkraftwerken die Wiederaufnahme der Stromproduktion genehmigen, wenn die Atomaufsichtsbehörde die Sicherheit bestätigt.

Die japanische Tageszeitung «Yomiuri Shimbun» veröffentlichte am 8. Januar 2013 eine Meinungsumfrage zur Wiederinbetriebnahme der Kernkraftwerke des Landes. Dazu befragt hatte sie die Bürgermeister von 135 Städten, Ortschaften und Dörfer innerhalb eines 30-km-Radius um die japanischen Kernkraftwerke.

Sechs der befragten Bürgermeister waren für eine bedingungslose Wiederinbetriebnahme der Anlagen. Hingegen waren 66 Bürgermeister (49%) der Ansicht, dass die Kernkraftwerke nur unter bestimmten Voraussetzungen wieder ans Netz gehen sollten. Nach diesen Voraussetzungen gefragt – wobei Mehrfachnennungen möglich waren – erklärten 50, dass der endgültige Entscheid bei der Zentralregierung liegen sollte. 42 verlangten die Verständigung und Genehmigung der lokalen Regierungen und 37 das Einvernehmen der lokalen Bevölkerung. 24 Bürgermeister (18%) waren gegen die Wiederinbetriebnahme. Die übrigen (28%) beantworteten die Frage nicht oder gaben ungültige Antworten.

Seit dem Reaktorunfall in Fukushima-Daiichi vom 11. März 2011 sind nach und nach alle 50 einsatzfähigen Kernkraftwerkseinheiten Japans vom Netz gegangen und werden zusätzlichen Sicherheitsüberprüfungen unterzogen. Ohi-3 und -4 haben diese Überprüfungen als erste Kernkraftwerkseinheiten bestanden und sind seit Sommer 2012 wieder am Netz.

Quelle: 
M.A. nach NucNet, 8. Januar 2013