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02.02.2012

NAZ: Reaktorunfall in Japan dominierte Tätigkeit 2011

Die Nationale Alarmzentrale (NAZ) im Bundesamt für Bevölkerungsschutz hat im Jahr 2011 deutlich weniger Meldungseingänge verzeichnet als im Vorjahr. Dominiert wurde das Jahr 2011 vom Einsatz nach dem Reaktorunfall im japanischen Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi, wie die NAZ in ihrem Rückblick festhält.

In der NAZ gingen im letzten Jahr 505 Meldungen ein (2010: 607 Meldungen). Deutlich gefallen ist die Anzahl Warnungen vor Naturgefahren, die von den Fachstellen des Bundes an die NAZ und von dieser an die betroffenen Kantone und weitere Partner übermittelt wurden, so die NAZ in ihrer Medienmitteilung. Im Jahr 2011 leistete die NAZ ihren umfangreichsten Einsatz seit dem Reaktorunfall in Tschernobyl 1986. Nach dem Tsunami vom 11. März 2012 und dem Reaktorunfall in Fukushima-Daiichi arbeitete die NAZ zehn Tage lang rund um die Uhr. Wichtigste Aufgabe war gemäss NAZ die Sicherheit der Schweizer Bürger in Japan. Zu deren Schutz wurden vorsorglich Jodtabletten, Messgeräte und Informationsmaterialien zur Verfügung gestellt. Zudem informierte die NAZ die Behörden in der Schweiz laufend mit aktualisierten Lageberichten. Zeitweise verstärkte Milizpersonal des militärischen Stabs der NAZ die 28 Mitarbeitenden.

Im Herbst 2011 beschäftigten die NAZ zudem zwei Fälle von abstürzenden Satelliten. Ein Kernteam der NAZ stand jeweils in Kontakt mit der europäischen Raumfahrtsbehörde ESA und informierte Kantons- und Bundesbehörde.

Quelle: 
D.S. nach NAZ, Medienmitteilung, 30. Januar 2012