Neues nukleares Sicherheitsinstitut für Japan

Die japanischen Stromversorgungsunternehmen haben das Japan Nuclear Safety Institute (Jansi) gegründet. Das Institut soll zur Erhöhung der Sicherheit der japanischen Kernkraftwerke beitragen, indem Betriebserfahrungen und Sicherheitskenntnisse unter den japanischen Betreibern ausgetauscht werden.

26. Nov. 2012

Das Jansi umfasst 123 Mitgliedsorganisationen und ist eine Gründung der japanischen Federation of Electric Power Companies (FEPC). Systematisch sollen sicherheitsrelevante Betriebserfahrungen von japanischen Kernkraftwerksbetreibern wie auch aus Übersee gesammelt und analysiert werden. Weiter will das Jansi Stromversorgungsunternehmen Beratung und Unterstützung bei der Implementierung sicherheitstechnischer Vorgaben anbieten. Gemäss Medienmitteilung sollen Sicherheitsprobleme in einzelnen Kernkraftwerken als industrieweite Probleme verstanden und aufgearbeitet werden. Zudem würden die Stromversorgungsunternehmen strikte die neuen Sicherheitsauflagen der im September 2012 gegründeten nuklearen Aufsichtsbehörde – Nuclear Regulatory Authority (NRA) – umsetzen.

Die FEPC erhebt den Anspruch, das Jansi werde eine Schlagkraft vergleichbar mit derjenigen des amerikanischen Institute of Nuclear Power Operations (Inpo) oder der World Association of Nuclear Operators (Wano) entwickeln. Die Inpo wurde 1979 nach dem Reaktorunfall von Three Mile Island gegründet, die Wano 1986 nach dem Unfall im Kernkraftwerk Tschernobyl.

Quelle

D.S. nach FEPC, Medienmitteilung, 15. November 2012

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