Ausschliesslich im E-Bulletin
08.06.2012

Nigeria bezeichnet zwei mögliche Kernkraftwerksstandorte

Die nigerianischen Bundesstaaten Kogi und Akwa Ibom sollen als Standortregionen für künftige Kernkraftwerke näher in Betracht gezogen werden, wie die Nigeria Atomic Energy Commission (NAEC) bekannt gibt.

Nigeria plant den Zubau von 1000 MW Kernkraftwerkskapazität bis 2020 und will diese schrittweise bis 2030 auf 4000 MW erhöhen. Gemäss dem Präsident der NAEC, Franklin Erepamo Osaisai, sollen zwei mögliche Kernkraftwerksstandorte in den Bundessstaaten Kogi und Akwa Ibom dem nigerianischen Präsidenten zur Genehmigung vorgelegt werden. Der Bundesstaat Kogi liegt am Niger südlich der Hauptstadt Abuja im Zentrum des Landes und Akwa Ibom ganz im Süden am atlantischen Ozean. Die NAEC hat zudem einen Gesetzesentwurf als Grundlage für ein nationales Kernenergieprogramm ausgearbeitet. Dieses befindet sich gegenwärtig in der Vernehmlassung und zur technischen Begutachtung bei der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO).

Der damalige Präsident Nigerias, Olusegun Obasanjo, hatte bereits im Juli 2006 angekündigt, das Land werde den Einsatz von Kernkraftwerken prüfen. Russland unterzeichnete im März 2009 mit Nigeria eine Absichtserklärung mit dem Ziel, Nigeria beim Aufbau einer Infrastruktur zur friedlichen Nutzung der Kernenergie zu unterstützen. Die beiden Länder haben daraufhin im August 2011 ein entsprechendes Regierungsabkommen skizziert.

Quelle: 
D.S. nach NucNet, 31. Mai 2012