10.01.2014

Pegasos Refinement Project: Ensi prüft Erdbebenstudie

Die Betreiber der Schweizer Kernkraftwerke haben den Schlussbericht ihrer Erdbebenstudie Pegasos Refinement Project (PRP) beim Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) eingereicht. Das Ensi wird die Angaben nun prüfen und anschliessend die neuen Gefährdungsannahmen festlegen. 

In der Schweiz liegt die Verantwortung für die Sicherheit der Kernanlagen beim Betreiber. Dieser muss von Gesetzes wegen nachweisen, dass seine Anlagen sicher sind. Das Ensi verlangt bei den Betreibern entsprechende Studien und Nachweise und legt dafür die Randbedingungen fest. Deshalb ist es auch Aufgabe der Betreiber, die Studien zu möglichen Gefährdungen – wie in diesem Fall Erdbeben – zu erstellen.
 
Unter der Leitung der Dachorganisation der Schweizer Kernkraftwerkbetreiber swissnuclear haben anerkannte internationale Fachexperten aus dem In- und Ausland die Erdbebengefährdung an den Kernkraftwerksstandorten in der Schweiz neu analysiert. Die neue Studie stellt eine Verfeinerung der Analysen des Pegasos-Projekts von 2004 dar.
 
Das Ensi wird nun die Unterlagen der Betreiber überprüfen. Voraussichtlich in der zweiten Hälfte 2014 wird das Ensi zum PRP Stellung nehmen und die Gefährdungsannahmen für jeden einzelnen Standort neu festlegen. Die Gefährdungsannahmen werden als Grundlage für neue Erdbebennachweise dienen. Das Ensi hat dazu die Methodik für die neuen deterministischen Erdbebennachweise präzisiert.

Erdebennachweis bereits nach Fukushima

Kurz nach dem Reaktorunglück in Fukushima hatte das Ensi von den Betreibern bereits neue deterministische Erdbebennachweise gefordert. Diese wurden gestützt auf Zwischenresultate aus dem PRP durchgeführt. Die Betreiber konnten 2012 belegen, dass ihre Anlagen ein Erdbebenereignis, wie es sich einmal in 10’000 Jahren ereignen kann, beherrschen würden.

Quelle: 
M.A. nach Ensi, Medienmitteilung, 20. Dezember 2013