10.08.2017

Positionspapier konkretisiert Aufsicht über geologische Tiefenlager

Im neuen Positionspapier «Aufsicht über geologische Tiefenlager» äussern sich der Rat und die Geschäftsleitung des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (Ensi) unter anderem zur Rollenteilung zwischen dem Ensi und den Entsorgungspflichtigen.

In der Etappe 3 des Sachplans geologische Tiefenlager (SGT), die voraussichtlich Anfang 2019 beginnt, wird die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) die Standorte der Tiefenlager vorschlagen und Rahmenbewilligungsgesuche vorbereiten. Damit ändern sich die Aufgaben des Ensi vermehrt von der Aufsicht über die Standortsuche hin zur Aufsicht über die Entwicklung und den Bau eines Tiefenlagers. Auf das Ensi kommen demnach einige neue Aufsichtstätigkeiten zu. Neben der Prüfung der Standortvorschläge wird es insbesondere die erdwissenschaftlichen Untersuchungen bei den Sondierbohrungen, die Erkundung unter Tage sowie die Weiterentwicklung der Lagerkonzepte im Hinblick auf die spätere Realisierung verfolgen.
 

Fünf Grundsätze zu den Aufgaben des Ensi

Im jetzt veröffentlichten Positionspapier werden anhand von fünf Grundsätzen die Aufgaben des Ensi bei der Entsorgung radioaktiver Abfälle erläutert. Insbesondere präzisiert das Papier, dass die Aufsicht über geologische Tiefenlager andere Anforderungen an das Ensi stellt als die Aufsicht über Kernanlagen. Des Weiteren thematisiert es die Rollenverteilung zwischen dem Ensi und den Entsorgungspflichtigen sowie die Kommunikation mit den Anspruchsgruppen.

Quelle: 
M.A. nach Ensi, Medienmitteilung, 3. August, und Positionspapier «Aufsicht über geologische Tiefenlager», Juli 2017