12.02.2016

PSI: Antrag zur Erneuerung der Hotlabor-Betriebsbewilligung

Die Betriebsbewilligung des Hotlabors am Paul Scherrer Institut (PSI) soll erneuert werden. Das PSI hat ein entsprechendes Gesuch beim Bundesamt für Energie (BFE) eingereicht und die öffentliche Auflage gestartet. 

Das damalige Eidgenössische Departement für Verkehr und Energiewirtschaft erteilte 1965 dem Hotlabor des PSI eine unbefristete Betriebsbewilligung, um mit radioaktiven Stoffen zu arbeiten. Das Hotlabor wird nun erneut einem Zulassungsverfahren unterzogen. Das PSI und das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) wollen damit den seit der Inbetriebnahme geänderten und präzisierten Gesetzesgrundlagen Rechnung tragen.

Das PSI reichte dem BFE Ende Januar 2016 die definitiven Gesuchsunterlagen ein. Das Gesuch soll bis Mitte Februar in den gesetzlich vorgeschriebenen amtlichen Publikationsorganen öffentlich bekannt gemacht werden. Vom 17. Februar bis 17. März 2016 werden die Gesuchsunterlagen bei der Bauverwaltung der Gemeinde Würenlingen öffentlich aufgelegt, so das PSI. Die vom Projekt Betroffenen haben während der öffentlichen Auflage die Möglichkeit, dagegen Einsprache zu erheben, erklärte das PSI weiter. Zuständig für den Entscheid über das Betriebsbewilligungsgesuch sei das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek). Laut Zeitplan erlässt das Uvek seinen Entscheid Anfang 2017.

Hotlabor: Unikat in der Schweiz

Das Hotlabor am PSI ist eine Anlage, in der Forscherinnen und Forscher hoch radioaktive Materialien in speziellen abgeschirmten Kammern untersuchen. Die Anlage ist in der Schweiz einzigartig. Sie dient der angewandten Materialforschung an stark radioaktiven Proben aus Kerneinbauten und Brennstäben von Kernkraftwerken, Forschungsreaktoren und den PSI-Bestrahlungseinrichtungen. Mit dem Betrieb des Hotlabors leistet das PSI daher auch einen Beitrag zur Sicherheit der Schweizer Kernkraftwerke. Rund 32 Mitarbeitende betreuen die sicherheitstechnische und analytische Infrastruktur des Hotlabors.

Quelle: 
M.B. nach PSI, Medienmitteilung, 8. Februar 2016