21.12.2012

Stromversorger Japans fordern Abkehr vom Kernenergieausstieg

Nach dem klaren Sieg in den japanischen Unterhauswahlen vom 16. Dezember 2012 der konservative Liberaldemokratische Partei LPD über die bisher regierende Demokratische Partei (DPJ) fordert die Federation of Electric Power Companies (FEPC) die neue Regierung auf, den Ausstieg aus der Kernenergie zu überdenken und zu einer «realistischeren» Energiepolitik Hand zu bieten.

Die LPD verfügt nach den Unterhauswahlen über eine Mehrheit der Sitze und stellt künftig auch den Ministerpräsidenten Japans, Shinzo Abe. Abe war bereits 2006/07 Ministerpräsident des Landes. Dem abgewählten Ministerpräsidenten Yoshihiko Noda und seiner DPJ wurde unter anderem vorgeworfen, mit den Folgen des Tsunamis und des Reaktorunfalls von Fukushima-Daiichi nicht fertig geworden zu sein.

Die FEPC erinnert in ihrem Aufruf an die neue Regierung daran, dass die nationale Energiepolitik entscheidend für die Wohlfahrt der japanischen Bevölkerung und die Wirtschaft sei. Angesichts der geringen Verfügbarkeit einheimischer Energieressourcen sei es für Japan entscheidend, die Ziele Versorgungssicherheit, Umweltfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit bei Entscheidungen zur Energiepolitik zugleich im Blick zu behalten. Ein diversifizierter und sicherer Energiemix beinhaltet für die FEPC auch die Kernenergie. Der von Noda am 14. September 2012 angekündigte schrittweise Ausstieg aus der Kernenergie bis in die 2030er-Jahre stelle Japan vor zu viele Probleme, ist sich die FEPC sicher. Die neue Regierung müsse diese Energiestrategie nochmals überdenken und an die Realität anpassen, fordert die FEPC in einer Medienmitteilung. 

Quelle: 
D.S. nach FEPC, Medienmitteilung, 17. Dezember 2012