04.11.2014

USA: Kernenergie als Schlüssel zur Begrenzung der CO2-Emissionen

Eine Mehrheit der Amerikaner betrachtet die Kernenergie als Schlüssel zur Begrenzung der Kohlendioxid-Emissionen. Dies zeigt die neueste telefonische Meinungsumfrage, die das Nuclear Energy Institute (NEI) im Herbst 2014 hat durchführen lassen.

Im Auftrag des NEI führten die Bisconti Research Inc. und die Quest Global Research zwischen dem 18. September und dem 4. Oktober 2014 eine repräsentative telefonische Meinungsfrage durch. Die Fehlermarge liegt laut NEI bei ±3%.
 
82% der Befragten waren laut der neuesten Umfrage der Meinung, dass die Vorteile aller kohlenstoffarmen Energieträger – einschliesslich Kernenergie, Wasserkraft und erneuerbarer Energien – genutzt werden sollten, um Strom zu erzeugen und gleichzeitig die Treibhausgasemissionen zu begrenzen.

Aus einer Liste mit kohlenstoffarmen Energiequellen wählten 33% der Befragten die Kernenergie als diejenige Quelle aus, die in den USA gegenwärtig am meisten Strom liefert, gefolgt von Wasserkraft (30%), Sonnenenergie (15%), Wind (9%) und Geothermie (5%). «Die Amerikaner anerkennen die Kernenergie als führende CO2-arme Stromquelle, weil sie wissen, dass die Kernenergie eine saubere Energie ist, die auch für die Zukunft wichtig bleibt», erklärte Ann Bisconti, Präsidentin der Bisconti Research. Dies untermauerte auch die Antwort auf eine weitere Frage: 73% der Befragten verknüpften die Kernenergie mit sauberer Luft. Für eine Mehrheit von 75% wird die Kernenergie im zukünftigen Strombedarf «sehr wichtig» oder «eher wichtig» sein.

Die öffentliche Unterstützung für die Kernenergie blieb weiterhin hoch. 65% der Befragten befürworteten die Kernenergie als eine der Möglichkeiten, um Strom in den USA zur Verfügung zu stellen, während 33% dagegen waren. 70 % betrachteten die amerikanischen Kernkraftwerke als sicher und 61% fanden, dass künftig mehr Kernkraftwerke gebaut werden müssen. Auch waren 83% der Meinung, dass die Regierung ein Endlager für ausgediente Brennelemente bauen solle.

Vier Monate zuvor hatte die US Environmental Protection Agency eine Richtlinie zur Begrenzung der Kohlenstoffemissionen vorgeschlagen. Die Vernehmlassungsfrist dauert bis zum 1. Dezember 2014.

Quelle: 
M.A. nach NEI, Medienmitteilung, 28. Oktober 2014