07.08.2017

USA: Zukunft des Vogtle-Neubaus noch offen

Die Georgia Power Company – eine Tochtergesellschaft der Southern Company – hat noch nicht entschieden, ob das Neubauprojekt Vogtle fortgeführt werden soll. Das Vogtle-Projekt ist indes laut Southern-CEO Thomas Fanning nicht mit dem Ende Juli 2017 aufgegebenen Projekt Virgil C. Summer zu vergleichen.

Die Georgia Power besitzt als Mehrheitseignerin einen Anteil von 45,7% an den in Bau stehenden AP1000-Einheiten Vogtle-3 und -4. Miteigentümer sind die Oglethorpe Power Corp. mit 30%, die Municipal Electric Authority of Georgia (MEAG Power) mit 22,7% und Dalton City mit 1,6%. Die Einheiten werden von der Southern Nuclear Operating Company betrieben, der Betreiberin der Druckwasserreaktoren Vogtle-1 und -2, die Ende Juli 2017 zudem das Projektmanagement von der Westinghouse Electric Company LLC übernommen hat.

An der Telefonkonferenz zu den Finanzergebnissen des zweiten Quartals 2017 erklärte Fanning, die Georgia Power stehe kurz davor zu entscheiden, ob die Bauarbeiten fortgesetzt oder abgebrochen werden sollen. Ende August werde der Public Service Commission (PSC) eine Empfehlung abgegeben werden. Der endgültige Entscheid liege bei der PSC, betonte er.  

Die South Carolina Electric & Gas Company (SCE&G) und die Santee Cooper hatten Ende Juli 2017 beschlossen, den Bau ihrer AP1000-Einheiten Virgil C. Summer-2 und -3 – aufgrund der Unsicherheiten, welche die Insolvenz der Westinghouse Electric verursachen – aufzugeben. Fanning wies an der Konferenz darauf hin, es gebe grosse Unterschiede zwischen den Projekten Vogtle und Virgil C. Summer, einschliesslich der Bedingungen zum Planungs-, Beschaffungs- und Bauvertrag mit dem Westinghouse-Mutterkonzern, der japanischen Toshiba Corporation. Darüber hinaus sei die regulatorische Behandlung des Projekts in Georgia anders als in South Carolina, sagte Fanning weiter.

Quelle: 
M.A. nach Southern, Telefonkonferenz zu den Finanzergebnissen des zweiten Quartals 2017, 2. August 2017