09.03.15

Fukushima vier Jahre nach dem Unfall

Statusbericht
Im Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi schreiten vier Jahre nach dem Unfall die Aufräumarbeiten und die umfassenden Massnahmen zum Schutz von Mensch und Umwelt voran. Die Anlage gibt kaum noch radioaktive Stoffe an die Umgebung ab. Bis heute sind keine strahlenbedingten Todesfälle aufgetreten und eine erkennbare Zunahme von strahlenbedingten Erkrankungen ist auch in Zukunft nicht zu erwarten. Der aktualisierte Statusbericht des Nuklearforums Schweiz ist online verfügbar.

Vier Jahre nach dem schweren Unfall im japanischen Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi schreitet die Bewältigung der Folgen weiter voran. Im Fokus stehen zurzeit der Aufbau der Infrastruktur für die Rückkehr der evakuierten Bevölkerung, die Entfernung des unbeschädigten Kernbrennstoffs aus der Anlage, das Management des kontaminierten Wassers in der Anlage und die kontrollierte Zwischenlagerung der kontaminierten Stoffe aus der Sanierung der belasteten Gebiete. In allen Bereichen konnten Fortschritte verzeichnet werden. So wurden bis Ende 2014 alle Brennelemente aus dem Lagerbecken von Block-4 geborgen und sicher eingelagert. Mittlerweile stehen Einrichtungen zur Verfügung, die ein Mehrfaches des Wassers reinigen können, das täglich neu anfällt. Die japanische Regierung hat inzwischen erste Teile der Evakuationszonen wieder freigegeben.

Die Strahlenbelastung durch die heute aus dem Kraftwerk in Luft und Wasser austretenden radioaktiven Stoffe ist ausserordentlich gering. Bisher ist durch die Strahlung niemand gesundheitlich beeinträchtigt worden, weder die Notfallequipen zu Beginn des Unfalles noch das bis heute eingesetzte Aufräumpersonal innerhalb und ausserhalb des Kraftwerks. Auch bei der in der Umgebung lebenden Bevölkerung wurden keine gesundheitsbedrohenden Strahlendosen festgestellt. Die Fachleute der Uno rechnen auch in Zukunft mit keinen beobachtbaren Zunahmen von strahlenbedingten Erkrankungen. Die Strahlenbelastungen durch den Unfall waren dafür nachweislich zu gering. Bei Agrarprodukten und Fischen aus der Region treten nur noch höchst selten Überschreitungen der vergleichsweise sehr strengen Grenzwerte auf.

Den gesamten Statusbericht finden Sie hier

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Michael Schorer, Leiter Kommunikation
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