20.11.15

Klimapolitik: Kernenergie ist Teil der Lösung

Schweizer Kernfachleute unterstützen «Nuclear for Climate»
Für eine wirksame Klimapolitik müssen alle treibhausgasarmen Energieerzeugungsarten zum Einsatz kommen – auch die Kernenergie. Sie ist eine bewährte und heute einsetzbare Option der klima-freundlichen Stromerzeugung, die jedem Staat offenstehen sollte. So lauten die Botschaften der Initiative «Nuclear for Climate» von Kernfachleuten aus der ganzen Welt. Die Schweizerische Gesellschaft der Kernfachleute hat die entsprechende Deklaration im Mai 2015 unterzeichnet.

Anfang Dezember 2015 werden an der Klimakonferenz COP21 in Paris Methoden zur Verminderung der Treibhausgasemissionen diskutiert. 140 regionale und nationale Kernenergie- und Technologiegesellschaften aus der ganzen Welt, darunter auch die Schweizerische Gesellschaft der Kernfachleute (SGK), wollen mit der Initiative «Nuclear for Climate» dafür sorgen, dass dabei auch die Kernenergie berücksichtigt wird. Die Fachleute und Wissenschafter aus der Nuklearindustrie sind überzeugt, dass die Kernenergie ein wichtiger Teil der Strategien für eine wirksame Klimapolitik ist. Dafür braucht es alle emissionsarmen Energiequellen.

Emissionsarm, erprobt und einsatzbereit
Die Treibhausgasemissionen der Kernenergie sind um ein Vielfaches geringer als die von fossilen Energieträgern und vergleichbar mit denen der meisten erneuerbaren Energien. Die Nukleartechnologie ist zudem erprobt und steht in grossem Produktionspotenzial zur Verfügung. Jedes Land soll Zugang zu einem möglichst breiten Portfolio von kohlenstoff-armen Technologien haben, um die CO2-Emissionen zu reduzieren und weitere Energieziele erreichen zu können. «Nuclear for Climate» fordert die Entscheidungsträger der COP21 auf, die Kernenergie als kohlenstoffarme Energieoption anzuerkennen und sie in ihre Finanzierungsmechanismen einzubinden, wie es für alle anderen kohlenstoffarmen Energiequellen der Fall ist.

USA und Schweiz als Vorbilder
Die USA gehen diesen Weg bereits. Das unlängst von Präsident Barack Obama offiziell bekräftigte Engagement für die Kernenergie umfasst sowohl finanzielle Sicherheiten beim Bau von Reaktorsystemen der heutigen Generation wie auch die Förderung der Entwicklung innovativer und zukünftiger Systeme.

Die Schweiz verfügt heute über eine vorbildliche und nachhaltige Energieversorgung. Sie lag – wie in den vier vorangehenden Jahren – auch 2015 im «Energy Trilemma Index» (früher «Energy Sustainabiltiy Index») des Weltenergierates (World Energy Council, WEC) auf dem ersten Platz. Unser nahezu CO2-freier Strommix trägt entscheidend zu diesem Spitzenplatz bei. Der in der Schweiz produzierte Strom stammt zu knapp 40% aus Kernenergie und zu rund 55% aus Wasserkraft.

Mehr Information im angehängten PDF oder über www.kernfachleute.ch sowie  www.nuclearforclimate.org
 

Kontakt: 

Marco Streit, Präsident der Schweizerischen Gesellschaft der Kernfachleute
E-Mail: marco.streit@kernfachleute.ch
 

Die Schweizerische Gesellschaft der Kernfachleute (SGK) ist die schweizerische Vereinigung der mit Kernenergie und der nuklearen Forschung befassten Techniker, Ingenieure und Wissenschaftler. Seit mehr als 50 Jahren befasst sich die SGK als Fachsektion des Nuklearforums Schweiz mit der Sicherheit der Kerntechnik sowie einer nachhaltigen Energieversorgung für die Schweiz.