21.05.15

Laufzeitbeschränkungen schaden der Sicherheit

Jahresversammlung 2015 des Nuklearforums Schweiz
Die Schweizer Kernkraftwerke gehören nach wie vor zu den sichersten und zuverlässigsten der Welt. Das verdanken sie nicht zuletzt ihren unbefristeten Betriebsbewilligungen. Dennoch will der Nationalrat die Laufzeiten de facto befristen. Politisch motivierte Laufzeitbeschränkungen bringen jedoch keinen Sicherheitsgewinn. An der Jahresversammlung 2015 des Nuklearforums Schweiz verwies Präsident Michaël Plaschy auf die Haltung des Bundesrates in der Frage der Laufzeiten. Wie das Nuklearforum erachtet der Bundesrat Laufzeitbeschränkungen für sachlich nicht gerechtfertigt.

Die Jahresversammlung 2015 des Nuklearforums Schweiz in Bern war dem Thema «Sicherheit in der Kernenergie» gewidmet. Präsident Michaël Plaschy erinnerte zu Beginn an das «Langzeitbetriebskonzept», das der Nationalrat in der Wintersession 2014 beschlossen hatte. Dieses Konzept ist de facto eine Laufzeitbeschränkung für die heutigen Kernkraftwerke. Gemäss des aktuell in der Schweiz geltenden Gesetzes kann ein Kernkraftwerk so lange in Betrieb bleiben, wie es die Sicherheitsanforderungen erfüllt. «Dieses System hat sich bewährt», so Plaschy. Für Begrenzungen der Betriebsdauer sieht er keine sicherheitstechnische Rechtfertigung. Im Gegenteil: Der vom Nationalrat angestrebte fundamentale Wechsel zur befristeten Bewilligung «wäre der Sicherheit abträglich».

Bundesrat will keine Befristung
Die heute unbefristete Betriebsbewilligung ist mit der Auflage verbunden, dass die Betreiber ihre Anlagen ständig nachrüsten und permanent in die Sicherheit und Effizienz investieren. Als Resultat davon gehören die Schweizer Anlagen zu den sichersten und zuverlässigsten der Welt. Die Beschlüsse des Nationalrats wiedersprächen laut Plaschy nicht nur der Wirtschaftsfreiheit in unserem Land, sondern auch der «Energiestrategie 2050». Diese sieht vor, dass die Kernkraftwerke der Schweiz noch für viele Jahre als Fundament einer zuverlässigen Stromversorgung zur Verfügung stehen. «Sicherheit hat für uns die höchste Priorität. Sie ist die Grundlage für den Langzeitbetrieb, wie er vom Bundesrat gewünscht wird», so Plaschys Fazit.
 

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Matthias Rey
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