05.03.12

Schweizer Kernkraftwerke sind sicher – vor Fukushima genauso wie ein Jahr danach

Das Sicherheitsniveau der Schweizer Kernkraftwerke ist um ein entscheidendes Mass höher als das in Fukushima. Die Schweizer Werke verfügen schon länger über die zur Beherrschung des Unfalls nötigen Systeme. Auch die Sicherheitskultur in der Schweiz unterscheidet sich grundsätzlich von der japanischen. Das ergeben die Analysen im Jahr nach dem Reaktorunfall – Analysen, die Bundesrat und Parlament mit ihrem Ausstiegsbeschluss nicht abwarten wollten.

Ein knappes Jahr nach dem Reaktorunfall im Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi dauern die Aufräumarbeiten an. Währenddessen haben Internationale Experten und Behörden weitere Analysen veröffentlicht. Aus diesem Grund hat das Nuklearforum Schweiz sein Dossier «Fukushima: Analysen und Lehren» überarbeitet. Es beleuchtet unter anderem die frappanten Unterschiede zwischen Fukushima und der Schweiz.

Ein Blick auf die Schweizer Kernkraftwerke zeigt, dass in unseren Anlagen alles das vorhanden ist, was in Fukushima-Daiichi zur Beherrschung des Unfalls fehlte – weil in der Schweiz die dafür nötigen Systeme von Anfang an eingebaut wurden oder vor Jahren nachgerüstet worden sind. Dementsprechend ergeben sich für die Schweizer Nuklearsicherheit nur wenig grundlegend neue Lehren aus dem Fukushima-Unfall. Dass die Schweizer Behörden und Kernkraftwerksbetreiber die Analyse des Unfalls ernst nehmen und mögliche Lehren daraus umsetzen, zeugt von unserer international vorbildlichen Sicherheitskultur.

In Japan dagegen war die nukleare Sicherheitskultur ungenügend. Zu diesem Schluss kam auch die japanische Regierung in ihrer vorläufigen Gesamtwertung. Die mangelhafte Sicherheitskultur war mit ein Grund, dass die Anlagen in Fukushima-Daiichi seit ihrem Bau nie grundlegend sicherheitstechnisch nachgerüstet worden sind. Ausserdem wurde die Gefahr von schweren Tsunamis entgegen besseren Wissens massiv unterschätzt und die Sicherheitssysteme waren nicht gegen eine Überflutung geschützt.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem Dossier «Fukushima: Analysen und Lehren».

Kontakt: 

Matthias Rey
Media Relations Nuklearforum Schweiz
Tel.: 031 560 36 50 E-Mail: matthias.rey@nuklearforum.ch