15.09.16

Weg frei für Hinkley Point C

Britische Regierung stimmt Kernkraftwerksneubau zu
Die britische Regierung hat nach einer Neubeurteilung des Projekts heute ihr Einverständnis mit dem Kernkraftwerksneubau Hinkley Point C bekannt gegeben. Die überarbeitete Vereinbarung mit der französischen EDF ist an zusätzliche Auflagen gebunden.

Die Regierung Grossbritanniens hat dem Bau des ersten neuen Kernkraftwerks seit einer Generation zugestimmt. Sie stellt unter anderem die Bedingung, dass der Stromkonzern EDF, der das Werk zusammen mit dem chinesischen Konzern CGN bauen wird, seine Anteile daran vor der Fertigstellung nur mit der Zustimmung der Regierung verkaufen kann. Bestehende und neue gesetzliche Rahmenbedingungen erlauben es der Regierung aber auch nach der Inbetriebnahme, bei einer allfälligen Veränderung der Besitzstruktur Einfluss zu nehmen.

Grossbritannien auf dem Weg zu einer sauberen Stromversorgung
Die britische Regierung betrachtet Kernkraftwerke als wichtige Technologie zur Reduktion der Treibhausgasemissionen in der Energieversorgung. Der Ausbau der Kernenergie soll den Verzicht auf Kohlekraftwerke erleichtern und mit dem Ausbau der erneuerbaren Stromquellen einhergehen. Die Kernenergie wird in Grossbritannien ebenso wie die Erneuerbaren mit einem garantierten Strompreis gefördert. Für Hinkley Point C soll dieser bei 92,50 Pfund pro Megawattstunde liegen. Dieser Betrag wird sinken, wenn die EDF auch das zweite geplante Projekt in Sizewell realisiert. Zusammen mit Windstrom aus Onshore-Anlagen zählt die Kernenergie damit zu den günstigsten von der Regierung geförderten «Clean Energies».

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