12.01.15

Zuwachs im weltweiten Kernkraftwerkspark

2014: fünf neue Kernkraftwerke und eine Stilllegung wegen Konkurrenz durch Fracking
Im Jahr 2014 nahmen fünf neue Kernkraftwerke den Betrieb auf: drei in China und je eines in Argentinien und Russland. Zwei Einheiten in Fukushima und das Werk Vermont Yankee in den USA wurden endgültig stillgelegt. Somit umfasste der zivile Kernkraftwerkspark der Welt beim Jahreswechsel 439 Reaktoren in 31 Ländern.

Im Verlauf des Jahres 2014 ist der weltweite Kernkraftwerkspark weiter gewachsen. Anfang Januar 2014 nahm die chinesische Einheit Ningde-2 den Betrieb auf, Ende Juni Atucha-2 in Argentinien. Im August und im November folgten Fuqing-1 und Fangjiashan-1 in China. Kurz vor Jahresende ging Rostow-3 im Südwesten Russlands in Betrieb. Etwa zur gleichen Zeit wurde im Nordosten der USA das Werk Vermont Yankee endgültig ausser Betrieb genommen. Die Stilllegung nach 42 Jahren Betrieb geschah aus wirtschaftlichen Gründen, insbesondere wegen der starken Konkurrenz durch billiges Erdgas aus Fracking. Die Betriebslizenz des Werks wäre noch bis 2032 gültig gewesen. Schon zu Beginn des Jahres hatten die Betreiber des Kernkraftwerks Fukushima-Daiichi beschlossen, auch die nicht zerstörten Einheiten 5 und 6 nicht mehr weiter zu betreiben.

Ende 2014 umfasste somit der zivile Kernkraftwerkspark der Welt, einschliesslich der Kernkraftwerke in Japan, die wieder in Betrieb gehen sollen, insgesamt 439 Reaktoren mit einer Gesamt-Nettoleistung von rund 376'500 MW in Betrieb (Ende 2013: 374’200 MW). Der Anteil der Kernenergie an der globalen Stromproduktion lag praktisch unverändert bei rund 12%. Darüber hinaus sind fast 70 Reaktoren im Bau und über 170 in Planung.

Diese und weitere, laufend aktualisierte Informationen und Grafiken zu allen Kernkraftwerken der Welt sowie Links zu E-Bulletin-Nachrichten über die Standorte finden Sie auf der interaktiven Plattform www.nuclearplanet.ch.

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Matthias Rey
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