Faktenblätter

Fakten und Hintergründe zu aktuellen Kernenergie-Themen

30.09.16

Finanzierung der nuklearen Entsorgung

Die Kosten für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle aus dem Betrieb der Schweizer Kernkraftwerke sowie für deren späteren Rückbau sind im Strompreis ab Werk inbegriffen. Die dafür nötigen Mittel von insgesamt rund 20,7 Milliarden Franken werden von den Betreibern laufend bezahlt oder in Fonds sichergestellt. Durch die konsequente Anwendung des Verursacherprinzips sollen künftigen Generationen keine ungedeckten Kosten entstehen.

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27.07.16

Stilllegung und Rückbau von Kernkraftwerken

Am Ende der Betriebsdauer wird ein Kernkraftwerk ausser Betrieb genommen und danach zurückgebaut, sodass das Gelände uneingeschränkt neu genutzt werden kann. Bei Stilllegung und Rückbau fallen radioaktive Abfälle an, die sachgerecht entsorgt werden. Die finanziellen Mittel für diese Arbeiten zahlen die Betreiber der Kernkraftwerke bereits während des Betriebs in zwei Fonds ein. Der weitaus grösste Teil des Abbruchmaterials ist jedoch nicht radioaktiv. Die Sicherheit wird von den Behörden überwacht und bleibt während des gesamten Rückbaus gewährleistet.

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13.06.16

Kernkraftwerke der dritten Generation

In den vergangenen Jahrzehnten ist die Entwicklung fortgeschrittener Reaktor­typen weltweit vorangetrieben worden. Heute werden auf dem Markt Reaktor­systeme angeboten, die höchsten Sicherheitsansprüchen genügen und zu wettbewerbsfähigen Preisen die Versorgungssicherheit beim Strom auch in Zukunft ermöglichen. ­Diese Kernkraftwerke der sogenannten dritten Generation bilden die Grundlage für die Neubauten der kommenden Jahre und Jahrzehnte.

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08.06.16

Strahlung im Alltag

Die Strahlung von radioaktiven Stoffen ist für viele Menschen etwas Unheimliches: Wir können sie – wie manche chemische Gifte auch – weder sehen, noch riechen, noch fühlen. Und doch ist Radioaktivität in der Natur etwas Allgegenwärtiges, und das Leben hat sich seit Jahrmilliarden darauf eingestellt. Seit einem Jahrhundert haben die Forscher weltweit dieses Naturphänomen untersucht. Sie haben dabei herausgefunden, dass die gesundheitlichen Risiken von kleinen Strahlendosen gering sind – oder möglicherweise sogar auch positive Wirkungen auftreten können.

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10.03.16

Strom aus Kernfusion: Option für die Zukunft

Die Kernfusion ist die Energiequelle der Sonne und der Sterne. Gelingt es, die Fusionsenergie in kommerziellen Kraftwerken zu nutzen, steht der Menschheit eine praktisch unerschöpfliche, sichere und umweltfreundliche Energiequelle zur Verfügung. Um die grossen technischen Herausforderungen zu bewältigen, haben Europa, China, Indien, Japan, Russland, Südkorea und die USA beschlossen, gemeinsam in Südfrankreich den Internationalen Thermonuklearen Experimentalreaktor (Iter) zu bauen. Mit dieser Grossanlage soll die Machbarkeit eines Fusionskraftwerks gezeigt werden.

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18.01.16

Sicherheit der Kernkraftwerke

Eine Schweizer Erfolgsgeschichte

Nukleare Sicherheit ist eine Daueraufgabe. Sie muss immer wieder kritisch überprüft werden. Das ist der Kern der Schweizer Sicherheitskultur. Dank Vorsorge und Investitionen in Milliardenhöhe sind die Schweizer Kernkraftwerke heute gut auf den Langzeitbetrieb vorbereitet. Ein Extremereignis wie in Fukushima können sie ohne Schaden für die Bevölkerung und die Umwelt überstehen – die nötigen Schutzsysteme sind bereits vor Jahrzehnten eingebaut worden.

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04.11.15

Reaktorsysteme der Zukunft

Vielfältige Entwicklungen mit neuer Dynamik

Während zurzeit die leistungsstarken und sehr sicheren Leichtwasserreaktoren der dritten Generation im Bau stehen, arbeiten Wissenschafter und Ingenieure weltweit an einer Vielzahl weiterer Reaktortypen. Dazu gehören kleine, modulare Reaktoren für die Welt von morgen wie auch die Reaktorsysteme der nächsten, vierten Generation für eine nachhaltige Energieversorgung von übermorgen.
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03.11.15

Thorium als Kernbrennstoff - Potenzial für die Zukunft

Seit einiger Zeit wird auf ­internationaler Ebene wieder über Thorium als Kernbrennstoff diskutiert. Obwohl in der Früh­zeit der Nukleartechnik zahlreiche Versuchsreaktoren mit Thorium gebaut wurden, setzte sich das Natururan als heute dominierender Kernbrennstoff durch. Gegenwärtig verfolgen vor allem Indien und China langfristig angelegte Reaktor-Entwicklungsprogramme zur Nutzung der enormen Energieressource, die im Thorium steckt. Die Zukunft wird zeigen, ob es gelingt, diese Ressource zur ­Deckung des Energiehungers der Menschheit einzusetzen.

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02.11.15

Ökobilanz der Kernenergie: umweltschonend und effizient

In der öffentlichen Diskussion wird oft der Begriff «Ökostrom» verwendet. Verstanden wird darunter in der Regel Strom aus erneuerbaren und CO2-armen Quellen wie Wasserkraft, Wind oder Sonne. Ausgeklammert wird dabei die Kernenergie. Zu Unrecht, wie umfassende wissenschaftliche Untersuchungen zeigen. Ein genauer Blick auf die Energie- und Umweltbilanzen von modernen Stromerzeugungssystemen zeigt, dass die Kernenergie heute zu einer der effizientesten und umweltschonendsten Energiequellen überhaupt geworden ist – übertroffen nur noch von der Wasserkraft.

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09.10.15

Bewährter Strommix aus Kern- und Wasserkraft

Zuverlässig, umweltschonend, wirtschaftlich: Das sind die Anforderungen an die schweizerische Stromversorgung. Um sie zu erfüllen, ist der richtige Mix aus unterschiedlichen Kraftwerkstypen nötig. Die Kombination von Wasserkraft und Kernenergie hat über Jahrzehnte das Rückgrat der Schweizer Stromproduktion gebildet – bedarfsgerecht und klimafreundlich. Dieser bewährte Produktionsmix steht heute unter starkem wirtschaftlichem und politischem Druck.

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