IRRS-Folgemission in Finnland

Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) hat in Finnland die regulatorischen Vorgaben für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit überprüft. Sie bescheinigte den finnischen Behörden bedeutende Fortschritte bei der Umsetzung der Empfehlungen aus der letzten Überprüfung im Jahr 2012.

24. Juni 2015

Ein Team hochrangiger Behördenvertreter hat in Finnland im Auftrag der IAEO die behördlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit einer Nachprüfung unterzogen. Während acht Tagen überprüfte das Team die Fortschritte der finnischen Behörden bei der Umsetzung der Empfehlungen aus einer im Jahr 2012 durchgeführten «Integrated Regulatory Review Service Mission» (IRRS-Mission). Die Experten hielten fest, dass die finnische Radiation and Nuclear Safety Authority (Stuk) ihre Aufsichtsposition gestärkt und beträchtliche Fortschritte gemacht hat. Dass die Behörde innert drei Jahren 26 von insgesamt 29 Empfehlungen der Mission von 2012 umgesetzt habe, sei eine beachtliche Leistung, die von grossem Engagement bei der Anwendung der IAEO-Sicherheitsstandards zeuge.

Das IRRS-Team äusserte gegenüber der Regierung zwei neue Empfehlungen: Erstens solle sie im Gesetz festhalten, dass die Stilllegung einer Nuklearanlage und die Schliessung einer Entsorgungseinrichtung eine Änderung der Lizenz bedingten. Zweitens solle die Regierung die Forschung unterstützen, damit Finnland und insbesondere die Stuk ihre Kompetenzen beim Strahlenschutz erhalten könne. Im Hinblick auf die Entwicklungen seit der letzten Mission von 2012 folgerten die Experten, dass die Regierung die Stuk per Gesetz als völlig unabhängige Kontrollbehörde etablieren solle und dass bei der Koordination der Information von Bevölkerung und Medien weitere Verbesserungen nötig seien. Die Stuk solle sicherstellen, ihre verschiedenen Regelungsbereiche konsistent zu handhaben und mit den Lizenzierten die Zuständigkeiten beim Umweltmonitoring zu klären. Zudem empfahl das IRRS-Team die Entwicklung eines IT-Tools, das alle regulatorischen Beschlüsse der Stuk festhält und die Konsistenz sicherstellt. Der Abschlussbericht wird in rund drei Monaten der Stuk übergeben. Diese hat angekündigt, das Dokument öffentlich zugänglich zu machen.

Quelle

M.Re. nach IAEO, Medienmitteilung vom 16. Juni 2015

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