Schottland: Option Kernenergie berücksichtigen

Schottland sollte die Kernenergie zur Denkung des langfristigen Energiebedarfs «berücksichtigen». Dies ist eine der Schlussfolgerungen eines Berichts des Energieberatungsunternehmens Wood Mackenzie, der im Auftrag des schottischen Council for Development and Industry (SCDI) erstellt worden ist.

18. Dez. 2008

Der Bericht «The Future of Electricity Generation in Scotland» wurde am 9. Dezember 2008 vom SCDI publiziert. Die Autoren prognostizieren ein Wachstum der Elektrizitätsnachfrage von 10% bis 2020 - trotz verstärkter Energieeffizienz und Sparmassnahmen. Sie zeigen auf, dass Schottland das selbst ernannte Ziel von 50% Elektrizität aus erneuerbaren Energien bis 2020 erreichen könnte. Das Land müsste dazu jedoch die Anzahl Windfarmen bis 2020 um 500% erhöhen, da der Zuwachs bei den erneuerbaren Energien zu 80% mit Windkraftwerken realisiert werden soll. Dies entspricht einem jährlichen Leistungszubau von 450 MW elektrisch - mehr als doppelt so viel wie der grösste gegenwärtig in Betrieb stehende Windpark Schottlands.

Ab 2020 mit neuen Kernkraftwerken?

Generell muss Schottland bis 2020 über GBP 10 Mrd. (CHF 17,6 Mrd.) in neue Stromerzeugungskapazität investieren, haben die Autoren berechnet. Sie merken zudem an, dass Schottland die Grundlastproduktion ab 2020 noch zu klären hat. Die vier Kernkraftwerksblöcke des Landes - Hunterston-B-1 und -2 sowie Torness-A und -B (4 x AGR, 2 x 595 MW sowie 2 x 625 MW) - werden voraussichtlich 2016 beziehungsweise 2023 stillgelegt werden. «Der Neubau von Kernkraftwerken sollte zur Deckung unseres langfristigen Energiebedarfs in Erwägung gezogen werden», merkte der SCDI-Chefökonom, Ian Duff, bei der Präsentation des Berichts an.

Quelle

D.S. nach SCDI, «The Future of Electricity Generation in Scotland», 9. Dezember 2008

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