15.02.2019

DOE: Fördermittel zur Entwicklung von unfalltolerantem Brennstoff

Das Office of Nuclear Energy (NE) des amerikanischen Department of Energy (DOE) hat USD 111,2 Mio. (CHF 112 Mio.) für die Entwicklung von unfalltolerantem Brennstoff gesprochen.

Die drei Brennstofflieferanten Framatome, General Electric und Westinghouse hatten die Fördermittel zur Entwicklung von sogenanntem Accident Tolerant Fuel (ATF) bereits Ende 2018 zugesprochen erhalten, wie das NE Ende Januar 2019 mitteilte. Die USD 111,2 Mio. sind für die Budgetperiode bis Ende Januar 2021 vorgesehen und werden den Rechnungsjahren 2018 und 2019 angerechnet. Die Behörde stellt für die Rechnungsjahre 2020 und 2021 weitere Mittel in der Höhe von insgesamt USD 85,6 Mio. (CHF 86,1 Mio.) in Aussicht, vorausgesetzt der Kongress stimmt dem Antrag zu.

Die drei Brennstoffanbieter müssen in den ersten 14 Monaten der Budgetperiode eine Reihe von Anforderungen erfüllen:

  • Installation eines ersten mit Blei bestücktem Testbrennelements in einem kommerziellen Reaktor
  • Installation eines Prototypen-Brennstabsegments im Advanced Test Reactor (ATR) des Idaho National Laboratory (INL)
  • Weiterführung der Lizenzierungsarbeiten unter Einbezug von mindestens einem Kernkraftwerksbesitzer oder -betreiber pro ATF-Konzept
  • Weiterführung des Austausches mit der Nuclear Regulatory Commission (NRC)

Das DOE unterstützt seit 2012 die Entwicklung von unfalltolerantem Brennstoff über das Enhanced Accident Tolerant Fuel Program. Dieses Programm hat zum Ziel, neue Materialien für Brennstabhüllen und Brennstoffe zu entwickeln, die sich im Vergleich zu den heutigen Materialien bei schweren Unfallszenarien toleranter verhalten, aber gleichzeitig im Normalbetrieb gute, wenn nicht sogar bessere Eigenschaften aufweisen.

Quelle: 
M.B. nach Office of Nuclear Energy des DOE, Medienmitteilung, 31. Januar 2019