Hanford-Sanierungsvorschlag der BNFL zurückgewiesen

Eine Offerte über US$ 15,2 Mrd. der BNFL Inc für den Bau und Betrieb einer Anlage zur Behandlung hochradioaktiver Abfälle im Nuklearkomplex Hanford im US-Bundesstaat Washington wurde vom Auftraggeber US Department of Energy (DOE) zurückgewiesen.

8. Mai 2000

Schätzungen gingen vor 18 Monaten noch von US$ 6,9 Mrd., im Februar von US$ 8 Mrd. und im April von rund US$ 13 Mrd. Aufwand für die Arbeiten aus. Irritationen beim Energieministerium verursacht haben nicht nur die Preiserhöhungen, sondern auch die Qualitätssicherungsprobleme in Grossbritannien sowie die Wechsel im Management von BNFL. Aber "der Wille des DOE, die Altlasten in Hanford zu sanieren, bleibt fest", erklärte Energieminister Bill Richardson. Die BNFL-Offerte beinhaltet Auslegung, Bau, Betrieb während 20 Jahren und Ausserbetriebnahme der Anlage. Es sind mehrere Millionen Liter hochradioaktiver Abfälle zu behandeln. Dies sei das erste Mal, dass dem DOE eine vollständige Lösung für dieses Umweltproblem präsentiert worden sei, betont BNFL.
Das DOE betont, die vorgeschlagene Lösung sei zwar technisch vernünftig, aber übervorsichtig in der Auslegung und schiebe sämtliche Risiken vom Auftragnehmer auf die US-Regierung ab. Es sieht daher eine Neuausschreibung vor. Bis Ende Jahr soll ein neuer Vertrag für die Fertigstellung der Auslegung und den Bau der Anlage abgeschlossen werden. Während der Übergangszeit soll das bestehende Projektteam weiterarbeiten, um Verzögerungen zu vermeiden.

Quelle

M.E. nach NucNet vom 28. April und 9. Mai 2000

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