Kernkraftwerk Leibstadt: Verlängerung der Legionellen-Bekämpfung

Die Zahl der Legionellen im Hauptkühlwasser des Kernkraftwerks Leibstadt ist nach wie vor zu hoch. Deshalb hat das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) das Gesuch der Betreiberin Kernkraftwerk Leibstadt AG für eine Verlängerung des Einsatzes von Natriumhypochlorit («Javelwasser») unter Auflagen bewilligt.

13. Mai 2013

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG), das Bundesamt für Umwelt (Bafu), der Kanton Aargau und das Landratsamt Waldshut stimmten einer befristeten Verlängerung der Desinfektion des Hauptkühlwassers des Kernkraftwerks Leibstadt zur Legionellen-Bekämpfung bis Anfang September 2013 zu. Auch in der neuen Freigabe müssen unter anderem die Einleitbedingungen nach der Gewässerschutzverordnung und die Bewilligung des Bundesrates zur Entnahme und Einleitung von Kühlwasser eingehalten werden, schreibt das Ensi in einer Medienmitteilung. Das Kernkraftwerk Leibstadt plant, nach der Hauptrevision 2013 ein neues Verfahren mit Chlordioxid anzuwenden.

Das Ensi hatte erstmals im Sommer 2011 gestützt auf die Stellungnahmen der fachlich zuständigen Behörden einem einmaligen Biozid-Einsatz gegen Legionellen zugestimmt. Dieser wurde eng überwacht und als folgenlos für Menschen und die Umwelt befunden. Seither hat das Ensi die jeweils befristete Freigabe im Januar und Dezember 2012 erneuert.

Legionellen sind Bakterien, die die Legionärskrankheit hervorrufen können. Es handelt sich dabei um eine Lungenentzündung, die einen lebensgefährlichen Verlauf nehmen kann.

Quelle

M.A. nach Ensi und KKL AG, Medienmitteilungen, 8. Mai 2013

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