10.10.2006

Niederlande: Fahrplan für die Atompolitik

Die christdemokratisch-liberale niederländische Regierungskoalition hat die Bedingungen für den Bau neuer Kernkraftwerke festgelegt und damit ihren pro-nuklearen Kurs bestätigt.

Die christdemokratisch-liberale niederländische Regierungskoalition hat die Bedingungen für den Bau neuer Kernkraftwerke festgelegt und damit ihren pro-nuklearen Kurs bestätigt. Wie Umwelt-Staatssekretär Pieter van Geel in einem Schreiben an das Parlament ausführt, kann ein neues Kernkraftwerk aufgrund der Genehmigungsverfahren frühestens 2016 in Betrieb genommen werden. Bis dahin müsse über eine Entsorgungsstrategie für die bereits vorhandenen hochradioaktiven Abfälle entschieden und bis 2025 eine Entsorgungsmethode für die abgebrannten Brennelemente gewählt werden. Die Kosten für ein nationales Endlager in den Niederlanden werden auf EUR 1,3 Mrd. (CHF 2 Mrd.) geschätzt. Die Mittel werden nach dem Verursacherprinzip einbezahlt.
Die Niederlande betreiben zurzeit ein einziges Kernkraftwerk, Borssele (449 MW, PWR), dessen Laufzeit Anfang 2006 auf 60 Jahre (bis Ende 2033) verlängert worden war.

Quelle: 
M.A. nach Netherlands Ministry of Housing, Spatial Planning and Environment, Pressemitteilung, 29. September 2006, und NucNet, 11. Oktober 2006